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Seit 20 Jahren Chef von Gazprom und treuer Weggefährte des russischen Präsidenten Wladimir Putin: Alexej Miller. Bild: Picture Alliance

Gazprom-Chef Alexej Miller : Putins Mann fürs Gas

Alexej Miller ist seit 20 Jahren Chef von Gazprom und treuer Weggefährte des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er hat den Konzern äußerlich modernisiert – doch im Kern ist dieser ein Instrument des Kremls geblieben.

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          Es könnte gerade nicht besser laufen für Alexej Miller, den Chef des staatlich kontrollierten russischen Energiekonzerns Gazprom. Die Gaspreise in Europa brechen Rekorde, und die Pipeline Nord Stream 2 ist gegen alle Widerstände fertig gebaut geworden. Doch Miller müssen solche tagesaktuellen Entwicklungen gar nicht sonderlich kümmern. Er ist kein Chef nach westlichen Maßstäben, der in guten Jahren auf Bonuszahlungen hofft und in schlechten um seinen Posten bangt. Miller steht seit 20 Jahren an der Spitze von Gazprom, weil er zu den engsten Vertrauten von Präsident Wladimir Putin zählt. Wer es in diesen Kreis schafft, in dem Loyalität alles ist, muss sich um sein Auskommen keine Sorgen mehr machen.

          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Wie viele seiner treuesten Weggefährten lernte Putin auch Miller in der gemeinsamen Geburtsstadt Sankt Petersburg kennen. Anfang der neunziger Jahre war Putin dort stellvertretender Bürgermeister und kontrollierte den Im- und Export der wichtigen Handelsstadt. Der zehn Jahre jüngere Miller, der heute 59 Jahre alt ist, ein promovierter Ökonom, war Putins Stellvertreter. Einem russischen Geschäftsmann zufolge forderte Putin damals Schmiergeld für Lizenzen – das Geld habe er Miller gegeben.

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