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Priorisierung bei Gasmangel : Bayern muss zittern

Die Angst vor der leeren Röhre: Das Stahlrohr einer Gasleitung im Bau. Bild: AP

Privathaushalte und Krankenhäuser haben bei Gasmangel Vorrang vor der Industrie – das ist bekannt. Doch auch der Sitz eines Unternehmens hat Einfluss darauf, ob es im Ernstfall Gas bekommt oder nicht. Das hat schlicht technische Gründe.

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          Wenn das Gas aus Russland ausbleibt, werden nicht alle gleichermaßen leiden. Privathaushalte, öffentliche Einrichtungen und Gesundheitseinrichtungen, die fast die Hälfte des Gases verbrauchen, sind als geschützte Kunden per Gesetz von einem Lieferstopp ausgeschlossen. Auch dass die Bundesnetzagentur der Industrie das Gas nach festgelegten Kriterien zuteilen darf, sollte tatsächlich die Alarmstufe des Gasnotfallplanes ausgerufen werden, ist kein Ge­heimnis mehr.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.
          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          Dass aber auch der Sitz eines Unternehmens dafür ausschlaggebend sein kann, ob und wie viel Gas es am Ende noch bekommt, könnte noch für viel Unmut und Streit sorgen.

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