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Erdschätze in Nahost : Ein Mann macht Israel zum Gasförderland

Israels Energieminister Yuval Steinitz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (von links) weihen „Leviathan“ ein. Bild: Reuters

Bis vor kurzem war Israel von importierter Energie abhängig. Dann fand ein Mann ein riesiges Gasfeld – und stellte den Energiesektor auf den Kopf. Auch Europa könnte zukünftig aus Nahost versorgt werden.

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          Als Eitan Eisenberg „Leviathan“ entdeckte, ahnte er noch nicht, dass in dem Feld vor der Küste genug Gas liegen würde, um den gesamten Strombedarf Israels für die kommenden vierzig Jahre zu decken und auch für den Export noch etwas übrig zu lassen. „Israel galt Jahrzehnte als trockenes Land“, sagt er. Heute ist Eisenberg der bekannteste Geologe Israels, hat Millionen verdient und ist noch immer auf der Suche nach neuen Vorkommen, an die lange keiner glaubte. Seine Geschichte ist tief verwoben mit der israelischen Energiewende.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Etwa fünf Kilometer weit kann ein Mensch mit guten Augen vom Strand von Haifa bis zum Horizont schauen. Das ist nicht weit genug, um die Förderanlage von „Leviathan“ zu erkennen. Und doch ist die Gasplattform nicht weit, sie steht auf der Kante der Kontinentalplatte. In zehn Jahren will Israel ganz auf die Stromerzeugung durch Kohle verzichten. Bis vor kurzem war das Land noch vollkommen von Energieimporten abhängig. Jetzt ist die Umrüstung der Kraftwerke auf Gas schon im Gange.

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