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Fußball auf dem Küchentisch : Schnipp, Kick, Tor!

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.- Peter Thomas

Von wegen elf Freunde und ein runder Ball. Tipp-Kick und Co. erlauben spannende Spiele mit einfachsten Mitteln. Vom Mini-Fußballer bis zum 30-Zentimeter-Kicker.

          Von wegen elf Freunde und ein runder Ball. Wenn das Fußballmatch vom Rasen auf den Küchentisch verlegt wird, stehen sich schon mal zwei einzelne Kicker und zwei Torleute mit einem vieleckigen Spielgerät gegenüber. Weniger spannend als ein echtes Match ist so eine Begegnung keinesfalls. Dafür steht insbesondere der Klassiker unter den Fußballspielzeugen, "Tipp-Kick". Das schwäbische Spiel hat sich seit der Entwicklung von Edwin Mieg im Jahr 1924 kaum verändert. Immerhin 60 Jahre alt wird zur WM das britische Fußballspiel "Subbuteo", von ebensolcher genialen Einfachheit wie "Tipp-Kick". Und rechtzeitig zum Weltmeisterschaftsjahr 2006 sind weitere neue Fußballspiele auf den Markt gekommen. So weitet Revell die Serie "Kick-O-Mania" aus, und Dickie-Simba hat mit der "Simba Arena" ein ganzes Fußballstadion entworfen. Auch Lego wird sein Fußball-Programm anläßlich der WM mit neuen Elementen erweitern.

          Im Gegensatz zum statischen Aufbau der Tischkicker mit ihren an Stangen aufgereihten Figuren ("Bar Football") bieten Fußballspiele mit variablen Figuren vielleicht weniger Tempo, dafür aber eine größere Vielfalt der Spielzüge und -techniken. Zwei Schwerpunkte lassen sich dabei ausmachen: Die spielerische Reduzierung des realen Fußballs auf die Kinderzimmerwelt rückt entweder die individuelle Ballkunst einzelner Spieler oder die Dynamik der Mannschaftstaktik in den Vordergrund.

          „Tipp-Kick“

          Ein typischer Einzelkämpfer ist der "Tipp-Kick"-Libero: Aus Metall gegossen, mißt er knapp sieben Zentimeter (acht Zentimeter mit Knopf) und wiegt 42 Gramm. Je nach Form des Spielbeins unterscheiden sich die Figuren nach Kicker (spitzer Fuß nach vorn), Top-Kicker (eckiger Fuß nach vorn) und Star-Kicker (seitlich gedrehter Fuß für Schüsse mit dem Innenrist). Die technische Lösung ist bei allen Figuren gleich: Wird der rote Knopf auf dem Kopf gedrückt, streckt die Figur über einen Hebel das rechte Bein aus. Fingerspitzengefühl ist nun gefragt, um den eckigen Ball sauber über den grünen Filz des Spielfelds ins gegnerische Tor zu bugsieren. Dort wartet der an einem Draht befestigte Torwart "Toni", um auf Knopfdruck nach dem Ball zu hechten. Einzelne Figuren wie der handbemalte Star-Kicker im aktuellen Trikot der deutschen Nationalelf sind im Spielwarenhandel für eine Ablösesumme um 7 Euro zu haben, eine Mannschaft aus Kicker, Top-Kicker und Star-Kicker plus Torwart "Toni" (beispielsweise im Dress der Weltmeisterschaft von 1954) kostet 22,50 Euro. Die klassische Kombination aus zwei Spielern, zwei Torwarten "Toni", Ball, Toren und Spielfeld kostet um 30 Euro (www.tipp-kick.de).

          „Kick-O-Mania“

          Wo die "Tipp-Kick"-Figuren zum Schuß auf einen einfachen Hebel und drei verschiedene, feste Fußformen vertrauen, hat Revell mit seinem 2004 vorgestellten System "Kick-O-Mania" die Variabilität der Spielfigur auf die Spitze getrieben. Auf den ersten Blick sehen die 30 Zentimeter hohen Kicker aus wie Barbies Ken mit Fußballschuhen und Schienbeinschützern. Doch die 23 Spieler, allesamt realen Vorbildern von Ballack bis Ronaldinho nachempfunden, lassen sich an Fußgelenk, Knie und Hüfte so präzise einstellen, daß echte Kunstschüsse quer über den Wohnzimmerteppich möglich werden. Zum Kicken wird das Bein mit einen Federmechanismus nach hinten gespannt, der Druck auf einen unter dem Trikot verborgenen Knopf löst den Schuß aus. Einzelne Spieler kosten um 30 Euro, ein Ballset drei Euro und das Tor mit Halterung für den Torwart rund 20 Euro (www.kick-o-mania.de).

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