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Deutsche Bank und Commerzbank : Großbanken setzen Aufsichtsräte unter Hochspannung

Wie geht es weiter? Die Zentralen von Deutsche Bank und Commerzbank in Frankfurt am Main Bild: Frank Rumpenhorst

Seit zwei Wochen warten die Aufsichtsräte der Deutschen Bank und Commerzbank nun auf ihren Einsatz. Den Durchblick und die Nerven zu behalten wird in den Fusionsgesprächen der beiden Großbanken immer schwieriger.

          Die Aufsichtsräte von Deutscher Bank und Commerzbank sind dem Vernehmen nach seit zwei Wochen in Habachtstellung. Täglich müssen sie damit rechnen, zusammengerufen zu werden. So können die vor dreieinhalb Wochen von Vorständen, Beratern und Führungskräften beider Banken begonnenen „offiziellen“, aber „ergebnisoffenen“ Fusionsgespräche jederzeit abgebrochen werden oder zu einem Ergebnis führen, das den Aufsichtsräten mitgeteilt werden muss. In besonders gespannter Erwartungshaltung ist der Aufsichtsrat der Commerzbank. Sein Vorsitzender Stefan Schmittmann habe dem Gremium zugesichert, er werde eine Sitzung einberufen, wenn die Entscheidung gefallen sei, in eine Due-Diligence-Prüfung einzusteigen, sagte ein Aufsichtsrat von FAZ.NET.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Mit „Due Diligence“ bezeichnen Wirtschaftsprüfer eine vertiefte Analyse der Risiken eines Übernahmeobjekts. In diesem Fall wäre es die Commerzbank, die von der Deutschen Bank gekauft wird und auf ihren Wertgehalt durchleuchtet wird. Doch noch haben die Gespräche den Charakter einer Sondierung. Gerade Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing will sich dem Vernehmen nach nicht drängen lassen. Doch auch Aufsichtsräte der Deutschen Bank ließen FAZ.NET ausrichten, sie rechneten damit, dass sich noch vor Ostern „etwas tut“.

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          Was passiert nach der Bankenfusion mit den Vorstandsgehältern?

          Die Hauptmotivation hinter der wahrscheinlichen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank lautet: Kosten senken. Doch heutzutage gibt sich die Bankenaufsicht nicht mit Szenariorechnungen auf hübschem Papier zufrieden, sondern prüft auch knallhart deren Realisierungschancen. Da mögen Berater flugs das Ziel ausrufen, es ließen sich durch einen Zusammenschluss beider Banken 20 Prozent der Kosten, also rund 6 Milliarden Euro, vermeiden. Doch Aufsicht wie IT-Fachleute halten es für unmöglich, dass sich durch die Zusammenlegung der „kaum harmonisierbaren“ IT-Systeme schnell Kosten senken lassen. Und ebenso zweifeln Headhunter daran, dass die Personalkosten zügig sinken – selbst wenn rund 25.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Das liegt auch am Gehaltsgefälle. Zunächst sticht die Vorstandsebene ins Auge: Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing erhielt für 2018 rund 7 Millionen Euro Gehalt, Commerzbank-Chef Martin Zielke dagegen nicht einmal 2 Millionen Euro. Damit war Zielke in der Commerzbank indes Spitzenverdiener. In der Deutschen Bank dagegen verdienten neben Investmentbanking-Vorstand Garth Ritchie auch zwei weitere Investmentbanker außerhalb des Vorstandes zwischen 8 und 9 Millionen Euro und damit so viel, wie alle sieben Mitglieder des Commerzbank-Vorstands zusammen. Mit welchem Recht wollte man Zielke und seinen Commerzbank-Kollegen nach einer Fusion die mindestens dreimal höheren Vorstandsgehälter der Deutsche-Bank-Kollegen versagen? Oder setzt die Bundesregierung, wenn sich der Staat an dem fusionierten Institut beteiligt, wieder den Gehaltsdeckel von 500.000 Euro für Vorstände staatlich gestützter Banken durch wie seinerzeit für Commerzbank-Chef Martin Blessing? Das Gefälle zwischen den potentiellen Fusionspartnern setzt sich in der Vergütung der „normalen“ Mitarbeiter fort. Eine Vollzeitkraft wurde 2018 in der Deutschen Bank durchschnittlich mit rund 130.000 Euro (Fixgehalt und Bonus) entlohnt, in der Commerzbank gab es mit rund 69.000 Euro kaum mehr als die Hälfte. Die Unwucht kommt vor allem durch die Boni zustande. Die Deutsche Bank schüttete in diesem Frühjahr 1,9 Milliarden Euro an variablen Vergütungen aus, die Commerzbank nur 134 Millionen Euro – wobei sie die persönlichen Boni gerade abgeschafft und im Gegenzug die Fixgehälter angehoben hat. Eine große Boni-Unwucht zieht sich auch durch den Deutsche-Bank-Konzern. Dort kassierten 2018 allein die 16.373 Mitarbeiter in der Investmentbankingsparte zusammen 1,6 Milliarden Euro Bonus, also 63.000 Euro Bonus je Kopf zusätzlich zum Festgehalt. In dieser Durchschnittszahl sind alle Mitarbeiter der Investmentbanking-Sparte enthalten, also auch Assistenten, die deutlich weniger Bonus kassieren dürften. In der Privat- und Firmenkundensparte der Deutschen Bank arbeiten 41.706 Mitarbeiter, die 381 Millionen Euro Bonus erhielten – also nur 9100 Euro pro Kopf.