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Lesen während Corona : Ist das E-Book ein Auslaufmodell?

E-Books mischen im Buchmarkt zwar mit, dominieren ihn aber keineswegs. Bild: Stefan Finger

Das E-Book galt einst als größte Gefahr für die Buchbranche. Doch nicht mal die Pandemie konnte ihm zum Erfolg verhelfen. Über einen Markt, an dem sich das Digitale einfach nicht durchsetzen will.

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          Es bringt ja nichts, drum herumzureden: Das E-Book ist unbeliebt. „Es ist wie Essen von einem Pappteller“, sagte der Essayist Nassim Nicholas Taleb einmal. Nicht mal die Buchbranche selbst mag es. Okay, es gibt eine akzeptable Entschuldigung für E-Books: Flugreisen. Übergepäck geht schließlich auch bei der literarischen Elite ins Geld. Aber überall sonst regiert das gedruckte Buch.

          Sarah Obertreis
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Als sich während der Pandemie herauskristallisierte, dass die meisten Menschen einfach mehr Bücher online bestellten oder zu Hörbüchern wechselten und E-Reader bloß als Notlösung in die Hand nahmen, stellte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels fest: „Das ist doch eine gute Nachricht. Es bedeutet, dass die Mediennutzungskompetenz hierzulande super ist.“ Dann fügte sie etwas mitleidig hinzu: „Es ist also toll, dass es das E-Book gibt.“

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