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Stuttgarter Autohersteller : Zu viel Privates in Porsches Steuerbilanz

In Feierlaune: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Porsche, Matthias Müller (rechts), und Wolfgang Porsche (links) schneiden eine Torte an. Bild: Picture-Alliance

Finanzbeamte prüfen die Bücher des Autobauers Porsche bis zurück ins Jahr 2009 – und werden an vielen Stellen fündig. Auch der jüngst plötzlich ausgeschiedene Betriebsratschef Uwe Hück steht auf der Liste.

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          Die Sache ist nicht ganz neu, aber umso pikanter – denn es geht darum, ob der Sportwagenbauer Porsche und seine Top-Manager ihre Steuern immer korrekt bezahlt haben. Ganz offenkundig ist das nicht so, und es geht um Millionen Euro. Im Juni 2017 hat das Finanzamt Stuttgart II deswegen ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit eingeleitet. „Dabei geht es um den Vorwurf der Verletzung von Aufsichtspflichten im Zusammenhang mit den steuerlichen Erklärungspflichten der Porsche AG für die Jahre 2009 bis 2017“, heißt es in der offiziellen Bestätigung des Sachverhalts, über den zuerst die „Bild am Sonntag“ berichtet hat.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Was die Finanzbeamten im Zuge einer Betriebs- und Lohnsteueraußenprüfung bei der Porsche AG gefunden hatten, veranlasste sie, noch einmal genauer hinzuschauen. Im Juni 2018 fand eine Razzia statt, was von dem Sportwagenbauer bestätigt wird. Ein Sprecher betont: „Die Porsche AG hat in diesem Zuge sämtliche Unterlagen bereitwillig zur Verfügung gestellt und vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert.“ Die korrekte Abrechnung von Veranstaltungen wird seither ebenso überprüft wie die private oder geschäftliche Nutzung von Chauffeuren oder etwa die Buchung von Flügen.

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