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Früherer Arcandor-Chef : Middelhoff-Entlassung verzögert sich

  • Aktualisiert am

Thomas Middelhoff vor Gericht, im September 2014 Bild: dpa

Sein Anwalt hatte die 900.000 Euro für die Kaution angeblich schon eingesammelt, doch nun muss Thomas Middelhoff weiter in Untersuchungshaft bleiben. Nach F.A.Z.-Informationen sind Zusagen von Banken geplatzt.

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          Die Vermögensverhältnisse von Thomas Middelhoff verfinstern sich weiter. Die Justiz hat nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sein Vermögen eingefroren. Das zuständige Gericht hat demnach eine Verkaufssperre für seine Villa in Bielefeld ins Grundbuch eintragen lassen. Damit will die Kölner Bank Sal. Oppenheim, mit der er sich um bis zu 200 Millionen Euro streitet, ihre Ansprüche sichern. Das würde einen werthaltigen Verkauf der Immobilie deutlich erschweren. Seine Konten sind schon lange gesperrt. Das Kölner Landgericht hat Middelhoffs Klage gegen die frühere Privatbank allerdings nur geringe Erfolgsaussichten bescheinigt.

          Derweil verzögert sich seine Entlassung aus der Untersuchungshaft, die der frühere Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann und Arcandor derzeit unter Bewachung in einer Klinik verbringt. Die vom Essener Landgericht festgesetzte Kaution in Höhe von knapp 900.000 Euro soll teilweise in Form von Bürgschaften zusammenkommen; dem Vernehmen nach sind aber erste Zusagen von Banken geplatzt.

          Beobachter gehen dennoch davon aus, dass Middelhoff kommende Woche in Freiheit kommt. Seinen Anwälten zufolge leidet er an der seltenen Autoimmunkrankheit Chilblain Lupus, die auch innere Organe befallen kann.

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