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300.000 unbesetzte Stellen : Freiberufler suchen Mitarbeiter

  • -Aktualisiert am

Eine Sprechstundenhilfe in einer Berliner-Facharzt-Praxis: Für Freiberufler wie Ärzte wird es immer schwieriger diese Posten zu besetzen. Bild: Juergen Blume/epd

Der Standort wenig attraktiv, die Kinderbetreuung verbesserungsfähig, keine beruflichen Perspektiven für den Lebenspartner: Das alles hält Bewerber davon ab, bei einem Arzt oder Architekten anzuheuern.

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          Deutschlands Freiberufler verzeichnen einer neuen Umfrage zufolge mittlerweile rund 300.000 unbesetzte Stellen. Jeder fünfte Freiberufler habe derzeit mindestens eine offene Position. Rund die Hälfte aller Freiberufler klagt darüber, wie schwer es sei, neues Personal zu finden. „Vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind Freiberufler in Kleinstädten“, sagt Wolfgang Ewer, Präsident des Bundesverbands der Freien Berufe, der die Befragung veranlasst hat.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Der Standort wenig attraktiv, die Kinderbetreuung verbesserungsfähig, keine beruflichen Perspektiven für den Lebenspartner: Das alles hält Bewerber davon ab, bei einem Rechtsanwalt, Arzt, Architekt oder anderen Freiberuflern anzuheuern.

          Rund 28 Prozent der Befragten sagen, dass sie deshalb schon weniger Aufträge annähmen. 22 Prozent fördern gezielt ältere Arbeitnehmer, nur ein Prozent füllt die Lücken mit Zeitarbeitern. Erschwerend kommt hinzu, dass viele bestehende Mitarbeiter kündigen, weil sich Familie und Beruf nicht vereinbaren lassen. Der Verband appelliert deshalb an die Politik, mehr Kitaplätze zu schaffen. Er räumt aber auch ein, dass die Freiberufler dies auch selbst in Netzwerken vor Ort tun könnten.

           

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