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Frauenanteil in Vorständen : Was die Quote nicht löst

Mehr Frauen sollen Chefin sein. Bild: dpa

Dank zwei SPD-Politikerinnen wird wieder über eine Frauenquote für Unternehmensvorstände diskutiert. Doch ob sie die grundlegenden Probleme lösen kann, ist zu bezweifeln.

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          Eine Weile war es still geworden um Frauenquoten in der Wirtschaft. In den Aufsichtsräten, für die seit dem Jahr 2016 eine Zielmarke von 30 Prozent gilt, wird sie mehr oder weniger eingehalten. Die Vorstände wiederum kamen mit einer Selbstverpflichtung davon. Sie freuten sich, dass der Fokus der Debatte auf die Politik gelenkt wurde, wo es mit der Parität der Geschlechter auch nicht weit her ist.

          Doch die Unternehmen haben einen Fehler gemacht: Der Großteil der Konzerne ignorierte die Handreichung der Regierung und verpasste sich eine Frauenquote, die wie eine schallende Ohrfeige daherkommt: null Prozent. Da hilft es auch nichts, dass der Anteil weiblicher Vorstände in Dax, M-Dax und S-Dax zuletzt um 1,3 Prozentpunkte auf nun 9,3 Prozent gestiegen ist und mit SAP-Chefin Jennifer Morgan zum ersten Mal eine Frau zur Vorstandsvorsitzenden eines Dax-Konzerns ernannt wurde (wohlgemerkt an der Seite eines Mannes).

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