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Frauen an der Firmenspitze : Der lange Weg zur Macht

Hat es ganz nach oben geschafft: Belén Garijo ist Vorstand Pharma beim Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck. Bild: dpa

Bislang haben es erst wenige Frauen in die Vorstände deutscher Großunternehmen geschafft. Dabei stehen in der zweiten Reihe viele bereit. Nun macht der Kapitalmarkt Druck.

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          Frauenmangel in Deutschlands Führungsetagen? Den gibt es nur zum Teil! Während der Frauenanteil in den Vorständen der Großunternehmen hierzulande im Durchschnitt magere 10 Prozent beträgt, ist er auf den beiden Führungsebenen darunter erheblich größer. Das zeigt eine neue Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), die an diesem Montag veröffentlicht wird und welche die 100 größten börsennotierten Unternehmen nach Marktkapitalisierung in den Blick nimmt. Demnach beträgt der durchschnittliche Frauenanteil auf der Führungsebene direkt unterhalb des Vorstandes immerhin 19 Prozent und derjenige auf der dritten Ebene sogar 23 Prozent. „Es gibt genügend Frauen in der Talent-Pipeline, die für Topjobs geeignet sind“, folgert die BCG-Partnerin Nicole Voigt. Bloß der nächste Schritt lässt bislang noch häufig auf sich warten.

          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Thema hat jüngst an Wucht gewonnen, denn für die Beförderung von Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft machen sich aktuell mächtige Stimmen aus der Finanzbranche stark: Die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Blackstone will sich künftig nur noch an solchen Unternehmen mehrheitlich beteiligen, deren Vorstände „divers“ genug besetzt sind, wie die F.A.Z. am vergangenen Freitag vorab berichtet hatte. Jedes dritte Vorstandsmitglied soll demnach – vereinfacht gesagt – kein weißer, heterosexueller Mann mehr sein. „Das kann schon Druck aufbauen“, sagt Katharina Wrohlich, die am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) die Forschungsgruppe Gender Economics leitet. „Es trifft den Zeitgeist.“ Auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs forderte in ihrem kürzlich erschienenen „Womenomics“-Report mehr Frauen in den Führungsetagen.

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