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Flughafen-Chef im Gespräch : Fraports zweischneidige Halbjahresbilanz

Fraport-Chef Stefan Schulte: „Geschäft an touristisch geprägten Auslandsflughäfen hat schneller Fahrt aufgenommen.“ Bild: Lucas Bäuml

Der Konzern steckt seine Jahresziele höher, dabei kostet die Lage in Russland Gewinn. Der Chef erklärt, wie das zusammenpasst und warum nur wenige Helfer aus der Türkei kommen werden.

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          Mehr Passagiere, mehr Umsatz, mehr operativer Gewinn und dennoch unterm Strich ein Verlust, nachdem vor einem Jahr auf dem Weg aus der Pandemie schon ein kleiner Überschuss ausgewiesen wurde – diese zweischneidige Halbjahresbilanz hat der Flughafenkonzern Fraport am Dienstag vorgelegt. Die Beteiligung am russischen Flughafen in St. Petersburg ist die Ursache, warum Fraport auch im überarbeiteten Jahresausblick weniger Gewinn erwartet.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Pro­gnose wurde von 50 bis 150 Millionen Euro Überschuss auf 0 bis 100 Millionen gesenkt. Das erste Halbjahr endete mit ei­nem Fehlbetrag von 53,1 Millionen Euro, in der ersten Hälfte 2021 hatte Fraport 15,4 Millionen Euro verdient. „Auf unsere Beteiligung in St. Petersburg haben wir mit Blick auf die Sanktionsmaßnahmen aus kaufmännischer Vorsicht eine Vollabschreibung vorgenommen“, sagte Fra­port-Vorstandschef Stefan Schulte im Gespräch mit der F.A.Z.

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