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Frankfurter Flughafen : Fraport übernimmt Sicherheitskontrollen

Wechsel: Künftig kontrolliert Fraport-Personal die Fluggäste, unter Aufsicht der Bundespolizei Bild: dapd

Nach jahrelangem Streit haben sich die Bundespolizei und Fraport auf eine Lösung für die Sicherheitskontrollen am Flughafen Frankfurt geeinigt. Klappt alles, werden Warteschlangen in Zukunft kürzer.

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          Die Osterferien 2018 werden manchem Flugreisenden in unguter Erinnerung geblieben sein. Der Andrang war riesig, die Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen am Frankfurter Flughafen waren dermaßen lang, dass Reisende den Flug verpassten, obwohl sie rechtzeitig am Airport angekommen waren. Von „Chaostagen“ war die Rede. Ein Grund, der anschließend für die Verzögerungen ausgemacht wurde: Der Flughafenbetreiber Fraport, gemeinhin für die Abläufe in den Abfertigungshallen zuständig, und die Bundespolizei, mit den korrekten Kontrollen betraut, arbeiteten nicht so Hand in Hand, wie es sich Kundschaft wünschen würde.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Jetzt soll alles anders werden. Am Freitag teilte Fraport mit, zu Beginn des Jahres 2023 die Verantwortung für die Kontrollen in die eigene Regie zu übernehmen – die Bundespolizei soll dies nur noch beaufsichtigen. Der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte machte Hoffnung, dass überlange Warteschlangen damit der Vergangenheit angehören: „So können wir unsere Erfahrung und unsere Kompetenzen im Interesse unserer Passagiere und möglichst kurzer Wartezeiten bestmöglich in die operative Steuerung der Sicherheitskontrollen einbringen.“ Immerhin seien vor der Corona-Krise die Wartezeiten an den Kontrollen der mit Abstand größte Kritikpunkt der Fluggäste und der Airlines am Flughafen gewesen.

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