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Große Razzia : Fraport-Mitarbeiter unter Korruptionsverdacht

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Prestigeprojekt: Senegals Präsident Macky Sall bei der Einweihung des neuen Flughafens Blaise Diagne International in Dakar in der vergangenen Woche Bild: AFP

Haben Fraport-Mitarbeiter Beamte im Senegal bestochen? Mehr als 100 Ermittler haben am Dienstag Büros und Wohnungen des Flughafenbetreibers durchsucht.

          Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Büros von Fraport und Wohnungen von Mitarbeitern wegen des Verdachts auf Bestechung durchsucht. Mehr als 100 Ermittler hätten schon am Dienstag insgesamt zehn Objekte durchsucht, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

          Insgesamt stünden acht Personen unter Verdacht, davon fünf Fraport-Mitarbeiter in leitender Stellung. Vorstände des MDax-Konzerns seien nicht betroffen. Sie sollen einen Amtsträger aus dem Senegal bestochen haben, damit ein bestimmtes Unternehmen den Zuschlag für den Betrieb des Flughafens in Dakar bekommt. Die Ermittlungen gingen auf eine anonyme Anzeige im Jahr 2013 zurück. Die Gruppe steht im Verdacht, einem Minister des afrikanischen Staats Senegal für einen Auftrag Unternehmensbeteiligungen versprochen zu haben. Der Tatzeitraum wird auf die Jahre 2006 bis 2012 benannt.

          In der senegalesischen Hauptstadt Dakar ist vor wenigen Tagen der neue Flughafen „International Blaise Diagne“ eröffnet worden, den Fraport ursprünglich managen sollte. Ein entsprechender Vertrag war 2006 abgeschlossen worden. Nach mehrjährigen Verzögerungen und Senkung der ursprünglich vereinbarten Entgelte habe man das Projekt formell zum Jahresende 2016 beendet, erklärte ein Fraport-Sprecher auf Anfrage. Man unterstütze die Ermittlungen, wolle das laufende Verfahren aber nicht weiter kommentieren, erklärte ein Sprecher.

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