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Neuer CDC-Chef: Eric Lombard : Der lange Arm der französischen Staatsbank

Der neue Chef der Caisse des Dépôts et Consignations: Eric Lombard. Bild: Getty

Die Caisse des Dépôts et Consignations ist ähnlich der deutschen KfW-Bank ein einflussreiches Werkzeug des Staates. Ein neuer Chef soll jetzt für frischen Wind sorgen. Eric Lombard erklärt, wie er das anstellen will.

          5 Min.

          Sie ist die Allzweckwaffe des französischen Staates, um die Marktkräfte zu lenken, zu korrigieren und zu ergänzen. Ausgerüstet mit der gewaltigen Bilanzsumme von 420 Milliarden Euro, ist die vor gut 200 Jahren gegründete Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaft Caisse des Dépôts et Consignations (CDC) die älteste und zugleich mächtigste Institution im französischen Graubereich zwischen privatwirtschaftlichem Handeln und politischer Einflussnahme. Doch die CDC braucht frischen Wind, sie soll nach dem Willen von Staatspräsident Emmanuel Macron künftig weniger einer verstaubten Behörde als vielmehr einem dynamischen Unternehmen gleichen.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Daher hat Macron im vergangenen Jahr erstmals keinen Karrierebeamten, sondern einen Mann aus der Privatwirtschaft als Generaldirektor an die Spitze gesetzt: Eric Lombard kommt aus dem Bank- und Versicherungswesen, war bei BNP Paribas tätig und Leiter von Generali in Frankreich. „Ich bin beides, ein Etatist und ein Liberaler, denn man braucht beides“, sagt der 60-jährige Franzose im Gespräch mit der F.A.Z. Seine Hauptaufgabe definiert er so: den abgehängten Landesteilen Frankreichs wieder zu wirtschaftlichem Anschluss zu verhelfen. „Wir müssen die Brüche zwischen den Regionen kitten, um wieder mehr Gleichheit herzustellen“, sagt Lombard.

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