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„Herkules-Plan“ Frankreichs Staat soll die Atomenergie retten

Paris will das Nukleargeschäft des mehrheitlich staatlichen EdF-Konzerns der Börse entziehen. Denn die Risiken laufen aus dem Ruder.

Von Christian Schubert, Paris

Die Baustelle des Atommeilers in Flamanville in Frankreich
© Reuters
Die Baustelle des Atommeilers in Flamanville in Frankreich

Im Stammland der Kernenergie wird die Atomkraft so teuer, dass sie von den privaten Finanzmärkten nicht mehr finanziert werden kann. Dieser Ansicht ist die französische Regierung. Daher plant sie, das Kernenergiegeschäft aus dem Energieproduzenten Électricité de France (EdF) auszugliedern und zu hundert Prozent dem Staat zu übertragen.

Am vergangenen Dienstag beriet der EdF-Verwaltungsrat erstmals über dieses Projekt, das seit einigen Monaten hinter den Kulissen ausgearbeitet wird. Es soll den mehrheitlich staatlichen Konzern aus seiner finanziellen Klemme befreien: „Seit drei Jahren verkaufen wir permanent Aktiva und bitten den Staat um frisches Kapital. Das kann so nicht weiter gehen“, sagte der EdF-Vorstandsvorsitzende Jean-Bernard Lévy vor einigen Wochen bei einer Anhörung im französischen Senat.

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