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Wechsel an der EDF-Spitze : Macrons neuer Atomdirigent

Luc Rémont Bild: Xavier Pop/Laif

Frankreichs Energieriese EDF ist in beklagenswertem Zustand, aber Keimzelle von Macrons Atomrenaissance. Der alte Chef muss gehen, ein neuer ist gefunden.

          3 Min.

          Frankreichs zu 84 Prozent staatlicher Energieriese Électricité de France (EDF) erhält einen neuen Chef – sechs Monate früher als eigentlich geplant. Als Grund gilt das zerrüttete Verhältnis zwischen dem aktuellen Chef Jean-Bernard Lévy und Präsident Emmanuel Macron. Lévy hatte die Regierung wiederholt öffentlich kritisiert. Für den beklagenswerten Zustand von EDF – technische Probleme im Kraftwerkspark, Atomstromproduktion auf 30-Jahres-Tief, auf weniger als 50 Milliarden Euro geschrumpfter Börsenwert – machte der Manager die Politik verantwortlich.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Wie sein Vorgänger François Hollande habe Macron zu­nächst einen Atomausstieg nach deutschem Muster verfolgt, woraufhin EDF, Betreiber aller 56 französischen Reaktoren, weniger Personal ausgebildet habe – Personal, das man jetzt, wo Macron die Kernenergie zur Zukunftstechnologie erklärt hat, händeringend sucht. „Uns fehlt es jetzt an qualifizierten Mitarbeitern“, sagte Lévy unlängst.

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