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Tiefpunkt überschritten : Fraport rechnet mit deutlich mehr Fluggästen im Sommer

Reisende am Flughafen Düsseldorf Bild: dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erwartet in den kommenden Monaten wieder deutlich mehr Passagiere – zunächst in Europa, perspektivisch aber auch bei Reisen auf andere Kontinente.

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          Der von der Corona-Pandemie ebenso wie die übrige Luftverkehrswirtschaft stark belastete Flughafenbetreiber Fraport AG hat den angestrebten Abbau von rund 4000 Arbeitsplätzen fast abgeschlossen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Demnach sei der Abbau „sozialverträglich“ durch Abfindungs- und Altersteilzeitregelungen gelungen. Vor Beginn der Krise 2019 zählte das Unternehmen noch gut 22 000 Mitarbeiter. Die Personalkosten werden nun den Angaben zufolge um jährlich 250 Millionen Euro reduziert. Bis zu 1000 der nun abgebauten Arbeitsplätze will der Flughafenbetreiber je nach Bedarf aber wieder schaffen, hatte Vorstandschef Stefan Schulte bei der Bilanzvorlage im März mitgeteilt.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Hintergrund der drastischen Einschnitte ist die aufgrund der Virus-Pandemie anhaltend negative Entwicklung der Passagierzahlen. Allein am Frankfurter Flughafen notierte Fraport in den ersten drei Monaten des Jahres mit rund 2,5 Millionen Passagieren ein Minus von 83,2 Prozent im Vergleich zum Fluggastaufkommen im ersten Quartal des letzten Vorkrisenjahres 2019. Verglichen mit dem ersten Quartal 2020 liegt das Minus bei 77,6 Prozent.

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