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Für Industrie und Kommunen : Frankenplastik produziert Schilder, die jeder kennt

  • -Aktualisiert am

Könnte in Fürth hergestellt worden sein. Bild: dapd

Wer stellt zum Beispiel die vielen Hydrantenschilder her? Sehr oft ein Mittelständler aus Franken. Die Produkte des Marktführers können auch an die Cloud angeschlossen werden.

          „Wir sind Miele im Bereich der Kennzeichnungssysteme“, sagt Matthias Lunz, Geschäftsführer der Franken Plastik Holding GmbH aus Fürth, schmunzelnd. Zusammen mit seinem für das Technische zuständigen Partner Andreas Walter leitet der gelernte Industriekaufmann das Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern. Gegründet wurde Franken Plastik 1957. „Wir haben eine spannende Nische gefunden, in der wir einen Jahresumsatz von 8 bis 8,5 Millionen Euro erwirtschaften, Tendenz steigend.“

          Der größte Geschäftsbereich ist neben der Industrie- und Anlagenkennzeichnung, dem Brandschutz und der Sicherheitsbeschilderung der Bereich der Kommunen, Stadtwerke und Versorger. „Dieser Sektor macht rund 65 Prozent aus“, berichtet Lunz. Franken Plastik vertreibt seine Produkte in allen Bundesländern und profitiert von Vertriebspartnerschaften in Schleswig-Holstein und im Saarland. Die Hälfte der Ware gelangt laut Lunz über Händler auf den Markt, die anderen 50 Prozent direkt über sechs Außendienstler. „Somit sind wir mit unserem Außendienst an der Basis, zum Beispiel bei Wassermeistertagungen, immer in Kontakt mit den Leuten, die unser Schild in der Hand haben und montieren.“

          Das bekannteste Schild

          „Mit 60 Prozent Marktanteil sind wir Marktführer in Deutschland bei Hinweisschildern für öffentliche Anbieter und Versorgungsunternehmen“, sagt Lunz. Der Rest verteile sich auf mehrere kleinere Anbieter, die oft nur regional vertrieben und mit einer bedruckten Aluminiumplatte arbeiteten. Der Exportanteil liege zwischen 25 und 30 Prozent, auch mit steigender Tendenz. Hauptsächlich in Europa sind die Fürther aktiv, aber auch in Australien und Saudi-Arabien. Als Beispiel nennt Lunz Litauen: „Über eine Ausschreibung haben wir das neue Standardschild für den litauischen Markt kreiert.“ Kunden in Deutschland seien zum Beispiel die Berliner Wasserbetriebe und Hamburg Wasser.

          Der beliebteste und wohl bekannteste Artikel ist das Hydrantenschild, von dem Franken Plastik jährlich fünfstellige Stückzahlen produziert. „Es gibt nur ein System für unsere Schilder: eine Hinterlegplatte, auf die das Schild kommt, in das Buchstaben und Zahlen eingeclipst werden. Wir sind die Erfinder dieses flexiblen Beschilderungssystems.“ Das Basisschild kann nach Anbringung mit Clips variabel bestückt werden. „Falls man sich verclipst hat, sind Ziffern- und Buchstabenfelder nur lösbar, wenn Sie das Know-how haben. Dies ist beabsichtigt, damit Vorbeilaufende nicht einfach die Felder aus dem Schild nehmen können“, erklärt Lunz.

          Da das Schild in ganz Deutschland gleich aussieht und deshalb in hoher Stückzahl hergestellt wird, kann es in hochwertigem Spritzguss produziert werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine Durchfärbung: „Jede Zahl, jedes Komma geht durch die komplette Wandstärke, wodurch eine besondere Haltbarkeit erzielt wird“, erklärt Lunz. Die Schilder seien resistent gegen Chemikalien, falls Verschmutzungen gelöst werden müssten. Deshalb bietet Franken Plastik seinen Kunden eine Garantie von 15 Jahren.

          Besser als Alu-Schilder

          Über die Schilder werden Informationen transportiert, die für „mehr Sicherheit in unser aller Umfeld“ sorgen. Das H über dem T-Balken des Schilds gibt an, dass es sich um einen Hydranten handelt, und an der Nummer darüber ist der Rohrdurchmesser ablesbar. Die Nummer rechts und links darunter dient als Ortsangabe. „Dasselbe System bieten wir auch für die Beschilderung von Gas-, Wasser- und Abwasserschiebern an.“ Wettbewerber böten Alu-Schilder an, die schneller verblichen, sagt Lunz.

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