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Ab September : Fortum-Chef Pekka Lundmark übernimmt Nokia-Spitze

  • Aktualisiert am

Ab September neuer Nokia-Chef: Pekka Lundmark Bild: EPA

Nach mehr als einem Jahrzehnt gibt Rajeev Suri den Posten als Vorstandsvorsitzender des finnischen Telekommunikationskonzerns auf.

          1 Min.

          Der Netzwerkausrüster Nokia wechselt mitten im Kampf um entscheidende Aufträge zum 5G-Ausbau den Chef aus. Zum 1. September soll Pekka Lundmark den Spitzenjob von Rajeev Suri übernehmen, wie das finnische Unternehmen am Montag mitteilte. Lundmark ist aktuell Chef der Energiefirma Fortum, ist aber ein Nokia-Rückkehrer: Er war einst unter anderem für die Strategie in der Netzwerksparte verantwortlich.

          Nokia hatte sein Handy-Geschäft und den Kartendienst Here verkauft und sich komplett auf das Ausrüsten von Telekommunikationsnetzen konzentriert. Dafür übernahm Nokia nicht nur komplett das Geschäft des langjährigen Partners Siemens, sondern kaufte auch den Konkurrenten Alcatel-Lucent. Suri übernahm vor gut zehn Jahren die Führung der Netzwerk-Sparte und im Jahr 2014 auch des gesamten Konzerns.

          Das Netzausrüster-Geschäft ist umkämpft. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia spüren den Preisdruck von chinesischen Konkurrenten wie Huawei und ZTE. Nokia schloss das vergangene Jahr mit einem mageren Gewinn von 7 Millionen Euro ab – nach einem Verlust von 340 Millionen Euro im Jahr 2018.

          NOKIA

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          Ein Faktor für die Zukunft von Nokia könnte werden, welche Rolle Huawei im Ausbau der 5G-Netze in Europa spielt. Der 5G-Datenfunk mit hohen Geschwindigkeiten und kurzen Reaktionszeiten gilt als Standard der Zukunft unter anderem für die Industrie. Vor allem die Vereinigten Staaten warnen vor einer Gefahr von Spionage und Sabotage mit Hilfe von Huawei-Technik und machen Druck auf Verbündete, den Konzern vom Netzausbau auszuschließen. Huawei weist die Vorwürfe zurück.

          Zuletzt zeichnete sich in Europa der Kurs ab, „risikobehaftete Anbieter“ aus dem Kern der Netze herauszuhalten, aber in der Rand-Infrastruktur zuzulassen. Da Telekom-Firmen traditionell mindestens zwei Lieferanten haben wollen, könnte das Nokia helfen, sich neben Ericsson einen festen Platz in 5G-Netzen zu sichern.

          Wie „Bloomberg“ vergangene Woche berichtet hatte, lotet Nokia derzeit seine strategischen Optionen aus, um in dem hart umkämpften Markt zu bestehen – unter anderem stünden mögliche Verkäufe von Firmenanteilen oder Zusammenschlüsse im Raum. Nokia hatte zuletzt mit deutlichen Kursverlusten zu kämpfen: Die Aktie verlor in den vergangenen 12 Monaten rund ein Drittel ihres Wertes. 

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