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Forderung zurückgewiesen : Offenbar doch keine Sonderprüfung bei Wirecard

  • Aktualisiert am

Besucher während der Wirecard-Hauptversammlung Bild: dpa

Am Freitag hatte es geheißen, nach den Bilanzvorwürfen gegen Wirecard habe das Unternehmen einen Sonderprüfer engagiert. Nun folgt das Dementi: Man habe andere Dinge zu tun.

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          Der Zahlungsdienstleister Wirecard braucht nach Einschätzung von dessen Aufsichtsratsvorsitzendem seine Bücher nicht außer der Reihe prüfen zu lassen. Die Wirtschaftsprüfer des Konzerns machten ihre Arbeit anscheinend ordentlich, sagte Wulf Matthias der britischen Zeitung „Financial Times“ (FT). Auf den ersten Blick sei die Untersuchung der Angelegenheiten durch EY ausreichend.

          Die öffentliche Diskussion über mögliche Probleme in den Bilanzen von Wirecard sei ein Ärgernis, sagte Matthias weiter. Es gebe jeden Tag drei endlose Geschichten zum Unternehmen. Er habe sie sich nicht im Detail angeschaut. Man habe andere Dinge zu tun.

          Am Freitag hatte das „Manager Magazin“ entgegen Matthias' Aussagen berichtet, dass Wirecard wegen der Vorwürfe gegen das Unternehmen einen Sonderprüfer beauftragen werde. Damit wolle das Unternehmen die schwerwiegenden Anschuldigungen der FT wegen der Bilanzierungspraktiken der Firma aufklären, hieß es. Noch am Wochenende solle beschlossen werden, einen der führenden Wirtschaftsprüfer mit der Sonderprüfung zu beauftragen, hatte es geheißen.

          An der Börse war die Aussicht auf eine Sonderprüfung gut angekommen. Der Aktienkurs hatte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um knapp 2 Prozent zugelegt, nachdem er das Xetra-Hauptgeschäft mit einem Minus von über 6 Prozent beendet hatte.

          Das neue Mandat werde ein anderer Top-Wirtschaftsprüfer als der bestehende EY erhalten, um dem externen Prüfbericht die größtmögliche Glaubwürdigkeit zu verleihen, hatte es weiter geheißen. Das Unternehmen sei bestrebt, die Sonderprüfung und den Namen des externen Auditors bereits Anfang der Woche bekanntzugeben. Wirecard habe dies nicht kommentieren wollen.

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