https://www.faz.net/-gqe-9sf7y

Forderung zurückgewiesen : Offenbar doch keine Sonderprüfung bei Wirecard

  • Aktualisiert am

Besucher während der Wirecard-Hauptversammlung Bild: dpa

Am Freitag hatte es geheißen, nach den Bilanzvorwürfen gegen Wirecard habe das Unternehmen einen Sonderprüfer engagiert. Nun folgt das Dementi: Man habe andere Dinge zu tun.

          1 Min.

          Der Zahlungsdienstleister Wirecard braucht nach Einschätzung von dessen Aufsichtsratsvorsitzendem seine Bücher nicht außer der Reihe prüfen zu lassen. Die Wirtschaftsprüfer des Konzerns machten ihre Arbeit anscheinend ordentlich, sagte Wulf Matthias der britischen Zeitung „Financial Times“ (FT). Auf den ersten Blick sei die Untersuchung der Angelegenheiten durch EY ausreichend.

          Die öffentliche Diskussion über mögliche Probleme in den Bilanzen von Wirecard sei ein Ärgernis, sagte Matthias weiter. Es gebe jeden Tag drei endlose Geschichten zum Unternehmen. Er habe sie sich nicht im Detail angeschaut. Man habe andere Dinge zu tun.

          Am Freitag hatte das „Manager Magazin“ entgegen Matthias' Aussagen berichtet, dass Wirecard wegen der Vorwürfe gegen das Unternehmen einen Sonderprüfer beauftragen werde. Damit wolle das Unternehmen die schwerwiegenden Anschuldigungen der FT wegen der Bilanzierungspraktiken der Firma aufklären, hieß es. Noch am Wochenende solle beschlossen werden, einen der führenden Wirtschaftsprüfer mit der Sonderprüfung zu beauftragen, hatte es geheißen.

          An der Börse war die Aussicht auf eine Sonderprüfung gut angekommen. Der Aktienkurs hatte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um knapp 2 Prozent zugelegt, nachdem er das Xetra-Hauptgeschäft mit einem Minus von über 6 Prozent beendet hatte.

          Das neue Mandat werde ein anderer Top-Wirtschaftsprüfer als der bestehende EY erhalten, um dem externen Prüfbericht die größtmögliche Glaubwürdigkeit zu verleihen, hatte es weiter geheißen. Das Unternehmen sei bestrebt, die Sonderprüfung und den Namen des externen Auditors bereits Anfang der Woche bekanntzugeben. Wirecard habe dies nicht kommentieren wollen.

          Weitere Themen

          Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist Video-Seite öffnen

          Greenwashing : Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist

          Grüne Investitionen erobern die Finanzmärkte. Mehr als 300 Milliarden Dollar flossen 2020 in „nachhaltige“ Anlagen und brachen damit den Rekord des Vorjahres. Doch wirklich "grün" zu investieren, ist schwieriger als es klingt.

          Topmeldungen

          Jetzt auch für Junge: eine Impfung mit Vaxzevria

          AstraZeneca-Impfung : Wann ist die beste Zeit für Dosis zwei?

          Fachleute sind vorsichtiger, als es der Politik lieb ist: Sie raten weiterhin dazu, mit der zweiten Dosis des Vakzins von AstraZeneca zwölf Wochen zu warten. Nicht nur, weil das die Wirksamkeit erhöht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.