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Krise in Amerika : Ford-Chef Mark Fields muss gehen

  • Aktualisiert am

Ford-Chef Mark Fields Bild: AP

Der Aktienkurs ist eingebrochen, ein massiver Stellenabbau angekündigt: Autohersteller Ford steckt in der Krise. Jetzt wird auch der Chef ausgetauscht.

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          Ford-Chef Mark Fields verlässt zufolge den zweitgrößten amerikanischen Autobauer. Ersetzt wird er von James Hackett, dem Leiter der Tochtergesellschaft Smart Mobility, die für autonomes Fahren zuständig ist, teilte das Unternehmen am Montag mit. Mit dem Führungswechsel solle Ford zukunftsfähig gemacht werden.

          Das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen, Spannungen innerhalb der Führung sowie die zuletzt enttäuschende Aktienkursentwicklung seien der Grund dafür. Auch sei ein Personalwechsel eine gute Gelegenheit, eine klare Strategie für den Konzern aufzusetzen.

          Dabei könnten vor allem solche Manager betroffen sein, die noch vom früheren Konzernchef Alan Mulally zu Ford geholt worden waren. Mulally hatte den Konzern 2014 nach acht Jahren verlassen. Das aktuelle Managementteam ist dabei, Ford fit für die Umwälzungen in der Autoindustrie zu machen. Treiber der geplanten Personalrochade soll Chairman Bill Ford sein.

          Chef Mark Fields hatte vor rund drei Jahren bei dem Konzern in Detroit das Steuer übernommen. Seitdem ist der Aktienkurs allerdings um rund 40 Prozent gesunken. Der Quartalsgewinn war zuletzt um mehr als ein Drittel eingebrochen. Ford kündigte im Rahmen eines bereits laufenden Sparplans an, 1400 Stellen in Verwaltung und Vertrieb in Nordamerika und Asien zu streichen.

          Hackett steht bisher der erst vor gut einem Jahr gegründeten Sparte vor, die das Traditionsunternehmen bei selbstfahrenden Autos und Mobilitätsdiensten voranbringen soll. Alle Branchengrößen wie auch Volkswagen und Daimler ringen derzeit darum, bei diesen Zukunftstechnologien einen guten Start hinzulegen. Die amerikanische Autobranche steht nach Jahren des Booms vor einer ungewissen Zukunft. Die Verkäufe dürften Analysten zufolge in diesem Jahr leicht schrumpfen.

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