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E-Laster auch in Baumärkten : Ford baut E-Transporter der Post in Serie

Der neue, große Streetscooter XL ähnelt den gängigen Lieferwagen von DHL. Bild: Ford

3500 Stück sollen jedes Jahr gebaut werden. Bis die gesamte Flotte der Post elektrisch fährt, dürfte es aber noch dauern. Außerdem sollen die E-Laster bald auch in Baumärkten gemietet werden können.

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          Die Post macht Ernst mit ihrer E-Flotte. Zusammen mit dem amerikanischen Autobauer Ford startet die Deutsche Post heute die Serienfertigung eines großen E-Transporters. Der Streetscooter XL werde ein Ladevolumen von rund 200 Paketen haben. Damit werde er deutlich größer als die zwei bislang von der Post in Eigenregie produzierten Streetscooter, sagte ein Ford-Sprecher in Köln.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Scooter soll vorerst ausschließlich von der Post genutzt werden. Insgesamt sollen 180 Mitarbeiter jedes Jahr 3500 Stück der Kleinlaster produzieren. Angaben der deutschen Post zufolge fahren auf der ganzen Welt etwa 92.000 Fahrzeuge für die Post.

          Scooter in Baumärkten zu mieten

          Die älteren, kleinen Streetscooter-Modelle der Post erhalten dafür bald ein neues Einsatzfeld. Der Autozulieferer Bosch und die Toom-Baumärkte teilten heute mit, dass Kunden in fünf Baumärkten ab Dezember die Scooter der Post mieten können.

          Die Transporter sollen über eine App buchbar sein. Die Kunden zahlen eine Stundenpauschale. Allerdings müssen sie den Scooter an derselben Station wieder abgeben, an der sie ihn angemietet haben. Dafür ist also eine weitere Fahrt notwendig.

          Ein Möbelhaus ist schon weiter

          Man wolle das Konzept in den Baumärkten in Freiburg, Berlin, Frankfurt, Leipzig und in Troisdorf bei Köln ein Jahr lang testen, bevor man das Angebot möglicherweise großflächig verfügbar mache, teilte Bosch mit. Wenn der Test erfolgreich verlaufe, denke man auch darüber nach, einen ähnlichen Service für Mobelhäuser oder Supermärkte anzubieten. Baumärkte böten sich aber für einen ersten Tests an, weil die Produkte dort häufig besonders schwer und unhandlich seien.

          Die Idee, Transporter direkt dort anzubieten, wo der Bedarf entsteht, ist aber nicht ganz neu. Das Möbelhaus Ikea beispielsweise bietet gemeinsam mit der Autovermietung Hertz bereits elektrische Transporter zum Ausleihen an – darunter auch einen Streetscooter.

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