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Folgen der Finanzkrise : Auch Fiat will eine eigene Bank haben

  • Aktualisiert am

Fiat-Fertigung im italienischen Atessa Bild: REUTERS

Airbus hat es gerade getan, Volkswagen und Peugeot schon längst: Nun will auch der Autobauer Fiat ein eigenes Geldhaus - um unabhängiger von den Geschäftsbanken zu sein.

          Der Autobauer Fiat will offenbar seine Finanzsparte in eine richtige Bank umwandeln. Das Unternehmen habe die italienische Zentralbank um die Erteilung einer entsprechenden Lizenz gebeten, sagte eine damit vertraute Person.

          Die Idee dahinter: Mit einer hausinternen Bank wäre Fiat unabhängiger von etablierten Kreditinstituten und könnte seine Finanzierungskosten senken. Darüber hinaus könnten sich die Italiener, die erst vor kurzem den amerikanischen Automobil-Konzern Chrysler komplett übernommen haben, gegenüber Rivalen besser behaupten.

          Der deutsche Volkswagen-Konzern oder der französische Hersteller Peugeot beispielsweise hätten über ihre Banken direkten Zugang zu den Zentralbanken und damit während der Finanzkrise einen Vorteil gehabt, heißt es weiter.

          Dass es für einen großen, international agierenden Konzern womöglich vorteilhaft ist, ein eigenes Geldhaus zu haben, wird dabei nicht nur in der Automobilbranche so gesehen: Aus denselben Gründen teilte zuletzt auch der Luftfahrtkonzern Airbus mit, sich eine Bank zuzulegen. Er übernimmt die Salzburg München Bank an. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit dem österreichischen Raiffeisenverband Salzburg getroffen worden, um für Airbus „zusätzliche Finanzierungsoptionen“ zu erschließen.

          Die Fiat-Finanzsparte Fga Capital wurde im Jahr 2006 zusammen mit der französischen Bank Crédit Agricole gegründet. Die beiden verlängerten ihre Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bis zum Jahr 2021. Fiat wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Die italienische Zentralbank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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