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Düsseldorf, Köln, Stuttgart : Flughafen-Streiks am Donnerstag treffen 111.000 Menschen

  • Aktualisiert am

Streikendes Sicherheitspersonal steht am Flughafen Schönefeld vor der Sicherheitskontrolle für alle Abflüge. Bild: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag zu weiteren Warnstreiks des Sicherheitspersonals an deutschen Flughäfen aufgerufen. Der Flughafenverband spricht von einem Schaden „für das Image Deutschlands“.

          Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal an drei Flughäfen zu ganztägigen Warnstreiks am Donnerstag aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart, wie Verdi am Mittwoch mitteilte. Dort sei mit „starken Einschränkungen im Luftverkehr“ zu rechnen.

          Nach Angaben des Flughafenverbandes ADV treffen die Streiks etwa 111.000 Reisende an den drei Flughäfen. Der Verband zeigte sich über das Vorgehen der Gewerkschaft entsetzt. Der ganztägige Warnstreik sei „überzogen, rücksichtslos und unverantwortlich“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel am Mittwoch. Er sprach zudem von einem Schaden für „das Image Deutschlands“.

          In Stuttgart soll der Streik der Gewerkschaft zufolge mit der ersten Frühschicht am Donnerstag gegen 3.00 Uhr beginnen, in Düsseldorf und Köln-Bonn schon um Mitternacht. Am Montag hatte ein knapp vierstündiger Warnstreik des Sicherheitspersonals an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld den Flugbetrieb fast völlig lahmgelegt.

          Hintergrund der Warnstreiks ist ein Tarifkonflikt mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Nach den Warnstreiks in Berlin hätten die Arbeitgeber die Möglichkeit gehabt, ein verbessertes Angebot vorzulegen, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. Lasse dies weiter auf sich warten, seien weitere Arbeitsniederlegungen nicht auszuschließen.

          Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Kontrollbereich auf 20 Euro. Bislang bot der Arbeitgeber laut Gewerkschaft eine Erhöhung von 1,8 bis zwei Prozent pro Jahr bei zweijähriger Laufzeit an. Dieses Angebot hatte Verdi als zu niedrig zurückgewiesen.

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