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Digitale Innovationen : Der Flughafen München baut sich eine Ideenfabrik

Kreativität an der Landebahn: Hier soll Innovationsquartier entstehen. Bild: Simulation Flughafen München

Ein riesiger Campus soll zur Geburtsstätte von Innovationen der Digitalisierung werden. Nicht nur Siemens und SAP mieten sich ein.

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          Es war als ein reines Immobilienprojekt gedacht, um eine große Fläche zu erschließen. Was in den nächsten Jahren im Erdinger Moos zwischen den zwei Start-und-Lande-Bahnen entsteht, ist für den Betreiber des Flughafen Münchens aber nun ein in seiner Form bislang einmaliges, ambitioniertes Projekt geworden. Mit Lab Campus entsteht nicht der x-te Gewerbepark an einem Luftdrehkreuz, sondern eine unternehmens- und branchenübergreifende Ideenfabrik. Der erste von vier Bauabschnitten des Innovationszentrums wird etwa 2022 fertiggestellt sein, ein neues Ökosystem für Innovationen entstehen. Und es reift zum neuen Geschäftsmodell für die Flughafen München GmbH (FMG), das nichts mit Fliegen zu tun hat und eine Antwort auf den wachsenden Wettbewerb in der Branche sein soll.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Das Projekt hält der Betreiber komplett unter seinen Fittichen, er finanziert die für das erste von insgesamt anvisierten vier „Quartieren“ veranschlagten Investitionen von 400 Millionen Euro selbst. Die FMG wird es verwalten, als Kurator und „Campus-Manager“ auftreten, als Dreh- und Angelpunkt für die dort angesiedelten Adressen. Zu denen werden Siemens und SAP gehören, die sich im ersten Bauabschnitt einmieten; aus der Wissenschaft sind es das Fraunhofer Institut, die Universitäten in München sowie in Erlangen-Nürnberg. Hinzu kommen sollen Start-ups, Kreative und Investoren. Luft- und Raumfahrt, Energie, Mobilität und die digitale Welt mit dem Internet der Dinge sollen ebenso Schlüsselbranchen sein wie Cyber-Sicherheit und vernetzte Städte (Smart Cities).

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