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Wegen Corona-Krise : Amerikanische Fluglinien schicken tausende Mitarbeiter in Zwangsurlaub

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Durch die globale Pandemie ist das Reisegeschäft stark eingebrochen. Die Check-In-Terminals von American Airlines am Ronald Reagan Washington National Airport in Arlington in Virginia sind verweist. Bild: AFP

American Airlines und United Airlines haben tausende Mitarbeiter vorübergehen nach Hause geschickt. Sie verstärken damit den Druck auf Republikaner und Demokraten, sich auf ein neues Hilfspaket im Zuge der Corona-Krise zu einigen.

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          Wegen des Einbruchs des Reisegeschäfts infolge der Coronavirus-Pandemie starten die amerikanischen Fluglinien American Airlines und United Airlines an diesem Donnerstag wie geplant mit der Zwangsbeurlaubung von Tausenden Mitarbeitern. Beide Gesellschaften hatten bereits vor einigen Wochen vor diesem Schritt gewarnt. Betroffen sind 19 000 Mitarbeiter bei American Airlines und rund 13 000 bei United Airlines.

          Damit verstärken die beiden amerikanischen Fluggesellschaften den Druck auf die Verhandlungen des Weißen Hauses und Vertreter des amerikanischen Repräsentantenhauses und Senats. Dort hatten sich Republikaner und Demokraten bislang nicht auf ein weiteres Hilfspaket im Zuge der Corona-Krise einigen können, in dem auch Hilfen für die Fluggesellschaften verlängert werden könnte. Der Vorschlag der Demokraten sieht derzeit unter anderem ein 25 Milliarden Dollar schweres Paket für die schwer von der Corona-Krise getroffene Luftfahrt vor.

          Doug Parker, Chef der American Airlines, drückte in einem Schreiben an die Belegschaft sein tiefstes Bedauern darüber aus, dass der Konzern zur Zwangsbeurlaubung gezwungen sei. „Das ist nicht das, was Sie alle verdienen.“

          American Airlines und United Airlines hatten schon in den vergangenen Wochen mit Ankündigungen von drohenden Entlassungen und Zwangsbeurlaubungen Druck auf Washington gemacht. Ein Rettungspaket für die Fluggesellschaften lief Ende September aus.

          Die amerikanischen Fluggesellschaften wie American Airlines hatten sich im Gegenzug für 25 Milliarden Dollar (22 Mrd Euro) an Staatshilfen in der Corona-Krise verpflichten müssen, bis Ende September keinen Personalabbau vorzunehmen. Nun droht eine Entlassungswelle. Beide Airlines erklärten jedoch, betroffene Mitarbeiter könnten zurückgerufen werden, sollten die Verhandlungen über weitere Hilfen in den nächsten Tagen zu einer Einigung führen.

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