https://www.faz.net/-gqe-9ynk5

Angeschlagener Ferienflieger : Condor soll weitere Staatshilfen bekommen

  • Aktualisiert am

Am Boden: Flugzeuge von Condor Bild: AFP

Nach dem geplatzten Verkauf an die polnische LOT ist Rettung für die angeschlagene Fluggesellschaft Condor in Sicht: Sie soll offenbar noch einmal 200 Millionen Euro erhalten.

          1 Min.

          Der deutsche Ferienflieger Condor kann Insidern zufolge nach der gescheiterten Übernahme durch die polnische LOT mit weiteren Finanzspritzen vom Staat rechnen. Der Überbrückungskredit der Förderbank KfW von 380 Millionen Euro werde verlängert, zusätzlich bekomme Condor rund 200 Millionen Euro Liquidität, um die nächsten Monate zu überstehen, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Eine Condor-Sprecherin sagte, man sei weiterhin in Verhandlungen mit der Bundesregierung. Das Bundeswirtschaftsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

          Condor steckt angesichts des brachliegenden Tourismus in schweren Turbulenzen und hat Kurzarbeit angemeldet. Der Flugbetrieb ruht wegen der Corona-Krise fast vollständig. Vor einer Woche hat die staatliche polnische Fluggesellschaft LOT die Übernahme von Condor abgeblasen. Die Fluggesellschaft mit 4200 Beschäftigten war in den Strudel der Pleite der britischen Muttergesellschaft Thomas Cook gerissen worden.

          Derzeit überlebt sie dank des Massekredits über 380 Millionen Euro der Staatsbank KfW, der Ende vergangener Woche ausgelaufen war. Nach der Krise - voraussichtlich erst 2021 - soll Insidern zufolge ein neuer Verkaufsprozess gestartet werden.

          Weitere Themen

          Soll ich Whistleblower werden?

          FAZ Plus Artikel: Vorteile und Risiken : Soll ich Whistleblower werden?

          Die Kollegen schieben krumme Dinger, der Chef ist nicht ganz ehrlich bei der Abrechnung: Soll ich das öffentlich machen? An wen kann ich mich wenden? Wer Hinweisgeber werden will, muss vorsichtig sein – und an die eigene Gesundheit denken.

          Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich Video-Seite öffnen

          Anstieg von nur 2,4 Prozent : Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich

          Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal deutlich abgesenkt. In ihrem Herbstgutachten gehen die Expertinnen und Experten nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus – nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

          Putins Mann fürs Gas

          FAZ Plus Artikel: Gazprom-Chef Alexej Miller : Putins Mann fürs Gas

          Alexej Miller ist seit 20 Jahren Chef von Gazprom und treuer Weggefährte des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er hat den Konzern äußerlich modernisiert – doch im Kern ist dieser ein Instrument des Kremls geblieben.

          Topmeldungen

          Ende einer Amtszeit: Sebastian Kurz gibt am 9. Oktober 2021 seinen Rücktritt bekannt

          Frankenberger fragt : Ist das „System Kurz“ am Ende, Ursula Plassnik?

          Sebastian Kurz galt als politisches Wunderkind - jetzt ist er bereits zum zweiten Mal als Bundeskanzler Österreichs zurückgetreten. Wie geht es nun weiter? Wir fragen Ursula Plassnik, frühere Außenministerin des Landes.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.