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Flugausfälle drohen : Ryanair-Personal kündigt Streiks an

Hebt weiterhin vom Flughafen Hahn ab: Ryanair-Maschine Bild: Reuters

Wer billig in den Urlaub will, könnte in den nächsten Wochen das Nachsehen haben: Flugbegleiter und Piloten von Ryanair wollen streiken. Kommt es noch zu einer Einigung?

          Den Passagieren der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair droht in den kommenden Wochen eine Welle von Streiks. In Italien wollen die Flugbegleiter der Airline die Arbeit am 25. Juli für 24 Stunden niederlegen. In Spanien, Portugal und Belgien folgen in den beiden Tagen danach Arbeitsniederlegungen von 48 Stunden. Die Piloten der Fluggesellschaft in Irland wollen bereits am 12. Juli in den Ausstand gehen. Aus allen Ländern fliegt Ryanair Ziele in Deutschland an, so dass auch für deutsche Kunden Flüge ausfallen könnten.

          Marcus Theurer

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Die Gewerkschaften drohen außerdem mit weiteren Streiktagen. Das Unternehmen hat dem Cockpit-Personal jedoch weitere Gespräche angeboten und gefordert, bis dahin den Streik auszusetzen.

          Die Ryanair-Mitarbeiter wollen bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne durchsetzen. Auf einem zweitägigen Belegschaftstreffen in Dublin beschwerten sich Mitarbeiter über eine Reihe von Missständen. Unter anderem müssten Rynair-Angestellte, die sich krankmelden, am Flughafen erscheinen, um dort ihre Krankheitssymptome gegenüber dem Arbeitgeber zu erläutern.

          Ryanair weist die Forderungen als ungerechtfertigt zurück. Die größte europäische Billigfluggesellschaft hat über viele Jahre hinweg Gewerkschaften boykottiert und sich erst Ende 2017 in einer überraschenden Kehrtwende bereit erklärt, Tarifverhandlungen mit den externen Arbeitnehmervertretern zu führen.

          Im vergangenen Winterhalbjahr hat Ryanair wegen eines akuten Pilotenmangels mehr als 20.000 Flüge streichen müssen. Um sie vom Wechsel zur Konkurrenz abzuhalten, bot Ryanair den Piloten damals kräftige Gehaltsaufschläge. Arbeitnehmervertreter werfen dem Billiganbieter seit langem vor, seine Mitarbeiter mit Knebelverträgen auszubeuten.

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