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„Flotte weg“ : Niki Lauda erhebt schwere Vorwürfe gegen die Lufthansa

  • Aktualisiert am

Niki Lauda liebäugelt mit einem Kauf der von ihm gegründeten und jetzt insolventen Niki. Bild: AFP

Der Niki Gründer und ehemalige Rennfahrer Niki Lauda teilt gegen die Lufthansa aus. In einem „ganz brutalen Plan“ habe sich die Airline fast alle Niki-Flieger einverleibt und die Fluglinie damit fast wertlos gemacht.

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          Der ehemalige Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda sieht seine Chancen auf die Übernahme der insolventen und vom ihm gegründeten Fluglinie Niki schwinden. Schuld daran ist seinen Aussagen zufolge die Lufthansa, die sich die noch verbliebenen Niki-Flieger zu eigen gemacht habe.

          „Die Lufthansa hat sich heimlich fast die gesamte Flotte geholt“, sagte der 68-Jährige der österreichischen Tageszeitung „Kurier“. Jetzt werde der „ganz brutale Plan der Lufthansa“ offensichtlich. Die Lufthansa habe die Zerschlagung von Niki geplant, sollte die EU-Wettbewerbskommission die Übernahme verbieten – was wegen der hohen Marktanteile zu erwarten war.

          Lauda berichtet im „Kurier“ er habe am Freitagabend mit dem Insolvenzverwalter von Air Berlin telefoniert. „Wir wollten wissen, wie viele Flugzeuge Niki genau hat. Da erklärte uns der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus, dass beinahe alle Flugzeuge bei der Lufthansa gelandet sind“, sagte Lauda weiter. Niki habe nur noch zwei bis drei Flugzeuge.

          Ersatzmaschinen seien demnach in kurzer Zeit am Markt nicht zu erhalten. So würde die Fluglinie auch Start- und Landerechte an Flughäfen verlieren und praktisch wertlos werden.

          Lufthansa: Sind verpflichtet, die Maschinen abzutreten

          Eine Auflage der Kommission ist eigentlich, dass die Lufthansa die Niki-Flugzeuge zurückgeben muss, falls sie die Airline nicht übernimmt. Der „Kurier“ aber zitiert Brancheninsider, die angeblich ein Gutachten erstellen ließen, Ergebnis: Die Lufthansa müsse die Niki-Maschinen nicht zurückgeben.

          In Reaktion auf die Recherchen des „Kuriers“ verwies die Lufthansa  gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA darauf, dass sie verpflichtet sei, die Maschinen zu Marktkonditionen an einen künftigen Käufer von Niki abzutreten. Das gehe auch aus der veröffentlichten Kommissionsentscheidung hervor.

          Lauda hatte Niki 2003 gegründet und war 2011 ausgestiegen. Die Air-Berlin-Tochtergesellschaft hatte Mitte der Woche Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt, nachdem Lufthansa die Übernahme abgesagt hatte. Von der Pleite der Fluglinie sind rund 1000 Mitarbeiter betroffen.

          Endgültig will Lauda erst Anfang kommender Woche sein weiteres Vorgehen festlegen, wenn er alle Daten des Insolvenzverwalters habe. „Bis Montagfrüh muss er uns sagen, ob er die Flugzeuge zurückgeholt hat.“

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