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Flixbus in Amerika : Mit Tempo nach New York

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Flixbus mischt den amerikanischen Markt für Inlandsreisen auf. Bild: EPA

Die Expansion nach Amerika war für das Fernbus-Start-up Flixbus ein waghalsiger Schritt in einen schwierigen Markt. Doch er scheint erfolgreich: Jetzt soll die Ostküste erobert werden.

          Das Münchner Start-up Flixbus treibt seine Expansion auf dem amerikanischen Fernbusmarkt rasant voran und will sich nun auch an der Ostküste ausbreiten. Es sei schon eine Niederlassung in New York City eröffnet worden, um die Millionen-Metropole als künftiges Drehkreuz für Busverbindungen im Osten der Vereinigten Staaten aufzubauen, teilte das Münchner Start-up am Mittwoch mit.

          Flixbus hatte vor knapp einem halben Jahr von Kalifornien aus den Startschuss für den Angriff auf den vom Branchen-Urgestein Greyhound dominierten Markt in Amerika gegeben und sich zunächst weitgehend auf die Westküste des Landes beschränkt.

          Im Südwesten hat der für seine markanten grünen Busse bekannte Anbieter, der seinen amerikanischen Hauptsitz in Los Angeles hat, sein Netz aber schon kräftig ausgeweitet. Ende Mai war Flixbus mit 27 Reisezielen gestartet – inzwischen wurde das Angebot dem Unternehmen zufolge schon mehr als verdoppelt. Im kommenden Jahr solle von New York aus der Vorstoß an der amerikanischen Ostküste beginnen, zudem sollen zusätzliche Ziele in Texas ins Programm genommen werden. „Flixbus hat sich im Westen der USA etabliert und sich für Amerikaner als eine willkommene Reisealternative erwiesen“, sagte Firmengründer André Schwämmlein.

          Das erst 2013 gegründete Unternehmen ist in nur rund fünf Jahren zum größten Busnetzwerk Europas aufgestiegen. Dabei nutzte Flixbus geschickt die Liberalisierung des deutschen Fernbusverkehrs und schluckte 2015 den damaligen Marktführer MeinFernbus. Die Firma setzt auf günstige Preise und vermarktet sich geschickt als innovativer und umweltfreundlicher Tech-Akteur. Flixbus unterscheidet sich von klassischen Busunternehmen: Die Münchner sparen sich – im Stile von Fahrdienstvermittlern wie Uber – den Aufwand einer eigenen Busflotte und heuern stattdessen externe Partner für Fahrten an.

          In den Vereinigten Staaten erfolgte der Auftakt zunächst mit acht lokalen Buspartnern, mittlerweile sind es laut Flixbus schon zwölf, die bislang rund 60 Reiseziele anfahren. Die Münchener buhlen im amerikanischen Markt mit modernen Services wie einer Ticket-App, kostenlosem Entertainment und Internet an Bord um Kunden. Ziel von Flixbus ist es, Busreisen in Amerika insgesamt attraktiver zu machen. Das gilt traditionell als Herausforderung: Die Branche hat in dem riesigen Land mit seinen vielen Autobesitzern einen schlechten Ruf – wer es sich leisten kann, fliegt in der Regel eher oder nimmt den Zug.

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