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Medikamente gegen Corona : Gefährliche Förderlücke?

Im Labor könnte mit mehr Förderung an Medikamenten geforscht werden, die die Intensivstationen entlasten. Bild: www.plainpicture.com

Impfstoffentwickler werden mit Staatsgeld überschüttet. Doch auf absehbare Zeit wird es auch Medikamente gegen Covid-19 brauchen. Deren Entwickler fühlen sich im Stich gelassen.

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          Eigentlich will das hessische Unternehmen Biotest aus Dreieich ein Medikament für Patienten mit einer schweren Lungenentzündung entwickeln. Doch das Blutplasma-Präparat Trimodulin könnte auch schwer an Covid-19 erkrankten Menschen helfen, glaubt Vorstandschef Michael Ramroth. Das Unternehmen hat mit dem Mittel deshalb eine klinische Studie gestartet, die in vier Ländern insgesamt 160 Menschen einbeziehen wird, auf Basis derer es dann womöglich eine bedingte Zulassung für Corona-Patienten in Europa bekommen könnte.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft und zuständig für „Die Lounge“.
          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          Obwohl gerade die ersten Impfungen auf den Markt kommen, werde es in den nächsten zwei bis drei Jahren weiterhin viele Patienten auf den Intensivstationen geben, die damit behandelt werden könnten, ist Ramroth überzeugt. Betrachtet man die Zahl der Todesfälle – in der vergangenen Woche bis zu 590 am Tag alleine in Deutschland –, erkennt man, wie drängend die Sache ist und wohl vorerst auch noch bleiben dürfte.

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