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Krieg in der Ukraine : Finnen stoppen Atomkraftprojekt mit Russland

  • Aktualisiert am

Lange haben die Finnen gezögert, doch jetzt ist es offiziell: Sie blasen den zusammen mit Russland geplanten Neubau eines weitere Atomkraftwerks ab.

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          ami. Wien ⋅ Finnland hat den mit dem russischen Staatskonzern Ros­atom geplanten Neubau eines Atomkraftwerks wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine abgesagt. In den vergangenen Jahren sei es schon zu erheblichen und zunehmenden Verzögerungen gekommen, teilte der Bauherr mit, die Unternehmensgruppe Fennovoima. „Durch den Krieg in der Ukraine haben sich die Risiken für das Projekt verschlimmert.“ Die Rosatom-Tochtergesellschaft RAOS sei nicht in der Lage gewesen, „eines der Risiken zu mindern“. Deshalb werde die Zusammenarbeit „mit sofortiger Wirkung beendet“. Das gelte für Planungs- und Lizenzierungsarbeiten wie die Arbeiten am Standort Hanhikivi 1.

          Nachdem die finnische Regierung erklärt hatte, die ausstehende Genehmigung für das Projekt nicht erteilen zu wollen, war die Absage erwartet worden. Das traditionell neutrale Finnland bereitet sich wegen der russischen Invasion auf eine Aufnahme in die NATO vor.

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