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Finanzspritze : Abu Dhabi stützt Dubai in letzter Minute

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Die Regierung in Dubai kann erst einmal aufatmen Bild: AFP

Abu Dhabi greift in einer überraschenden Rettungsaktion dem benachbarten Dubai mit zehn Milliarden Dollar unter die Arme. Mit einem Teil der Summe sollen Schulden beglichen werden, die an diesem Montag fällig sind. Der Rest des Geldes wird nach Angaben der Regierung in Dubai für weitere Verpflichtungen von Dubai World eingesetzt.

          Das krisengeschüttelte Emirat Dubai wird von seinem Nachbarland Abu Dhabi mit zehn Milliarden Dollar gestützt. Damit könne der hochverschuldete Staatskonzern Dubai World einen am Montag fälligen islamischen Bond des staatlichen Bauunternehmens Nakheel in Höhe von 4,1 Milliarden Dollar zurückzahlen, teilte die Regierung Dubais mit.

          Der Rest des Geldes werde für weitere Verpflichtungen von Dubai World bis Ende April kommenden Jahre seingesetzt. Das gesamte Rettungspaket steht unter der Vorgabe, dass es Dubai World gelingt, seine Gläubiger still zu halten, verlautete am Montagmorgen aus Kreisen der Dubaier Regierung.

          Börse reagiert mit Kurssprung

          Dubai World hatte Ende November um einen sechsmonatigen Zahlungsaufschub für insgesamt 26 Milliarden Dollar Schulden gebeten und damit an den Märkten weltweit Furcht vor einer zweiten Welle der Finanzkrise ausgelöst (siehe auch: Dubai: Angst vor Zahlungskrise in der Golfregion). Abu Dhabi ist das größte Mitglied der Vereinigten Arabischen Emirate und ein wichtiger Ölexporteur.

          Das staatliche Bauunternehmen Nakheel muss 4,1 Milliarden Dollar Schulden begleichen

          Der Leitindex der Dubaier Börse legte nach der Ankündigung mehr als 10 Prozent, der Yen gab gegenüber Dollar und Euro deutlich nach. Die Märkte hatten nicht mehr mit einer Rückzahlung gerechnet. Kreisen zufolge ist die Hilfe aus Abu Dhabi nicht an Bedingungen geknüpft. Dubai werde aber trotz der Unterstützung den Verkauf von Vermögenswerten prüfen, sagte eine regierungsnahe Person. Dubai World teilte mit, der Konzern müsse mit seinen Gläubigern ein Stillhalteabkommen aushandeln, um finanzielle Unterstützung für die Deckung von Betriebsmitteln und Zinszahlungen zu erhalten. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, werde die Regierung Dubais finanzielle Unterstützung gewähren, um Schlüsselprojekte zu sichern.

          Dubai kündigte überdies die Einführung eines neuen Insolvenzrechts an. Dieses solle greifen, falls Dubai World Gläubigerschutz beantragen müsse. „Wir wollen sicherstellen, dass es ein faires und angemessenes Rahmenwerk gibt, falls mit den Gläubigern keine Restrukturierung erreicht werden kann“, sagte eine Person aus dem Umfeld der Regierung. Das neue Insolvenzrecht solle an amerikanisches und britisches Recht angelehnt sein.

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