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Finanzierungsalternativen : Familienunternehmen entdecken den Kapitalmarkt

„Wir nutzen intensiv die Finanzierungsinstrumente des Kapitalmarkts”, heißt es beim Familienkonzern Heraeus Bild: dpa

Deutsche Unternehmer suchen verstärkt nach Alternativen zum Bankkredit und öffnen sich dem Kapitalmarkt. Dafür braucht es keinen Börsengang. Auch die Emission von Anleihen kann attraktiv sein, für die ein geringeres Grundkapital nötig ist.

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          Familienunternehmen öffnen sich der Kapitalmarktfinanzierung: Auch ohne einen Börsengang kann der Kapitalmarkt für Familienunternehmen attraktive Finanzierungsalternativen bieten. Dies zeigt eine in Frankfurt vorgestellte Studie, die die Stiftung Familienunternehmen und das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC an der TU München in Auftrag gegeben haben.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          „Die traditionelle Finanzierung über Bankkredite steht Familienunternehmen wegen der höheren Risikoprämien, die von den Banken gefordert werden, und der strengeren Eigenkapitalvorschriften, denen die Banken unterliegen, in begrenzterem Umfang oder zu verteuerten Konditionen zur Verfügung“, sagt Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. Auch die offene Frage der Anschlussfinanzierung der finanziellen Mittel, die viele Unternehmen in den Jahren 2004 bis 2008 über Mezzanine-Programme aufgenommen haben, beschäftige derzeit Familienunternehmen und Investoren gleichermaßen. Mezzanine-Programme sind Finanzierungsarten, die eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Es kann in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen oder stillen Beteiligungen gegeben werden. Möglich sind auch Wandel- und Optionsanleihen. Dabei handelt es sich nach Hennerkes Worten insgesamt um knapp 5 Milliarden Euro, die sukzessive auslaufen. Zugleich wollten Familienunternehmen die anziehende Wirtschaft nutzen, um zu wachsen und neue Investitionen zu tätigen.

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