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Investments im Fußball : Der Rubel rollt

Sportsfreunde: Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, Gianni Infantino und Wladimir Putin während der WM-Eröffnung in Moskau Bild: Imago

Die Fifa hat bislang ein Monopol im internationalen Fußball. Doch jetzt drängen schwerreiche Investoren aus China und Saudi-Arabien in das Milliardengeschäft. Die neue Konkurrenz sorgt in der Branche für Unruhe und Angst.

          6 Min.

          Wie ein Staatsmann wird Gianni Infantino bewacht. Vier in blauen Anzügen gekleidete Bodyguards mit Gardemaß stehen am Rand des Podiums, auf dem der Fifa-Chef den internationalen Medien gerade die Fußballwelt erklärt. Der Schweizer zeigt sein ganzes Ego, redet über Führung und entschlossenes Handeln. Während des Verbandskongresses der Fußballorganisation in Moskau schaute Wladimir Putin persönlich vorbei und begrüßte ihn auf der Bühne wie einen guten Freund. Insgesamt drei Mal umarmen sich die beiden. Im Eröffnungsspiel des Turniers, das die Russen als Gastgeberteam dann überraschend hoch gegen Saudi-Arabien gewannen, saßen sie in der verglasten Loge nebeneinander. Die Stimmung? Blendend.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dass die Vereinigten Staaten zusammen mit Kanada sowie Mexiko und nicht die Marokkaner vor wenigen Tagen den Zuschlag fürs WM-Turnier im Jahr 2026 erhalten haben, gibt der Fifa eine zusätzlich rosige Perspektive auf einen Riesenmarkt mit vielen Deals. Ob der amerikanische Präsident Donald Trump denn schon mal angerufen habe, wird Infantino nach der WM-Wahl gefragt. „Bei mir auf dem Handy sind vorhin acht Anrufe eingegangen, einer könnte von ihm gewesen sein“, kokettiert der Fifa-Chef. In seinem Selbstverständnis sieht sich Infantino als mächtigsten Mann des Weltfußballs.

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