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FFP2-Masken : Billig, aber nicht umsonst

Eine Kundin mit einer FFP2-Schutzmaske kauft ein. Bild: dpa

Supermärkte und Discounter in Österreich verteilen FFP2-Masken unentgeltlich. In Deutschland ist das bislang offenbar nicht geplant. Immerhin senken die deutschen Lebensmittelhändler die Preise kräftig.

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          Ob im Supermarkt oder im Nahverkehr – OP-Masken und FFP2-Masken sind in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Pflicht geworden. Einige, wie zum Beispiel der Apothekerverband, warnten in den vergangenen Wochen davor, dass die Preise steigen und es zu einer stark erhöhten Nachfrage kommen werde. Andere warnten davor, dass Menschen mit geringem Einkommen sich keine teuren Masken leisten könnten.  

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Erst an diesem Montag kritisierte der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart die Preise für FFP2-Masken. „Ich appelliere an Apotheker und Händler, die FFP2-Masken für maximal einen Euro pro Maske zu verkaufen. Auf jeden Fall sollten sie nicht teurer als 10 Prozent des Einkaufspreises verkauft werden“, teilte Reinhart am Montag in Stuttgart mit. Der CDU-Politiker sieht Österreich in der Maskenfrage als Vorbild.

          Denn auch im Nachbarland gilt seit diesem Montag die Pflicht zur FFP2-Maske. Doch wollen die meisten Lebensmittelhändler diesem dem österreichischen Verbraucher unentgeltlich zur Verfügung stellen. Dies kündigte zunächst Rewe an, weitere Supermärkte und Discounter zogen nach. Zum Teil ist das Angebot auf je eine Maske pro Kunde beschränkt.

          In Deutschland gibt es solche Pläne bislang offenbar nicht. Auf Anfrage der F.A.Z. antworteten die Lebensmittelhändler Lidl, Rewe und Penny, FFP2-Masken in Zukunft für 0,99 Cent pro Stück verkaufen zu wollen. Dies wäre günstiger als bei manchen Onlinehändlern und in den Apotheken.

          Laut dem Preisvergleichsportal Idealo sind sowohl die Preise für FFP2-Masken als auch für die sogenannten OP-Masken in den vergangenen Wochen gesunken. Der Preis von FFP2-Masken sank im Januar im Vergleich zum vergangenen November um 37 Prozent, bei OP-Masken um 15 Prozent. Die Nachfrage stieg stark an: Seit November um gut 1300 Prozent.

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          Unser Autor: Cai Tore Philippsen

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