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Elektroautos : Auf der Suche nach dem Super-Akku

  • -Aktualisiert am

Antrieb für den Übergang: Produktion einer klassischen Lithium-Batterie im Werk Kamenz Bild: dpa

Die Reichweite von Elektroautos ist immer noch bescheiden. Die Feststoffbatterie macht der deutschen Industrie Hoffnung – denn sie könnte drei gewaltige Probleme auf einmal lösen.

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          Vom Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen, hat sich die Bundesregierung schon lange verabschiedet. Mehr als 46 Millionen Pkw waren in Deutschland am 1. Januar zugelassen, davon waren gerade einmal 54.000 batterieelektrisch, weitere 282.000 Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, also Fahrzeuge mit konventionellem Verbrenner und zusätzlichem Elektromotor. Dass die Fahrzeuge so schleppend angenommen werden, liegt unter anderem an der fehlenden Ladeinfrastruktur und am hohen Preis, aber auch an der oft niedrigen Reichweite. Um dieses Problem zu lösen, forschen Autohersteller und Zulieferer an einer neuen Generation: der sogenannten Feststoffbatterie.

          Die gängigen Lithium-Ionen-Akkus haben in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte in Bezug auf die Reichweite erzielt, und sie werden den Markt nach Einschätzung der Industrie auch in den kommenden zehn bis 15 Jahren noch dominieren. Doch dann könnte der Weg frei sein für den neuen Super-Akku. Einen großen Schritt in diese Richtung macht jetzt Volkswagen: Der Konzern kündigte am Donnerstag an, 100 Millionen Dollar in das amerikanische Start-up Quantumscape zu investieren, das auf die Technologie spezialisiert ist. „Ich sehe in der Festkörpertechnologie derzeit den vielversprechendsten Ansatz für die elektrische Mobilität der Zukunft“, sagt Axel Heinrich, Leiter der VW-Konzernforschung, gegenüber der F.A.Z. Bei vergleichbarer Größe werde sich die Energiedichte der Batterien und damit die Reichweite der Fahrzeuge mehr als verdoppeln. Schon von 2012 an gibt es eine Zusammenarbeit mit Quantumscape, jetzt gründen beide – „bestärkt durch die bedeutenden technischen Fortschritte“ – ein Joint Venture. Bis 2025 wollen sie eine Serienfertigung von Feststoffbatterien aufbauen. Volkswagen bezieht die Zellen bislang aus Asien.

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