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Das Unternehmergespräch : „Unsere Häuser wachsen in 21,5 Sekunden nach“

  • -Aktualisiert am

Familienunternehmer in fünfter Generation: Hans Volker Noller führt Fertighaus Weiss zusammen mit seiner Frau Christel und den zwei Kindern. Bild: Verena Müller

Die Provinz macht’s: Fernab größerer Zentren und mit geringem Radius hat Geschäftsführer Hans Volker Noller das Bauunternehmen Fertighaus Weiss zusammen mit seiner Familie auf eine beachtliche Größe getrimmt.

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          Es ist ein weiter Weg nach Oberrot-Scheuerhalden, egal, aus welcher Richtung. Womöglich liegt Hohenhardtsweiler auf dem Weg oder Hausen an der Rot oder Sulzbach an der Murr, mit ziemlicher Sicherheit aber Schwäbisch Hall. Mit anderen Worten: Die Fertighaus Weiss GmbH aus dem Nordosten Baden-Württembergs hat keine privilegierte Lage im klassischen Sinn. Allerdings ticken die Uhren in dieser Branche anders. Dezentral bedeutet hier nicht abgehängt. Dafür ist Weiss ein gutes Beispiel. Das Unternehmen gilt hierzulande als eine Perle unter seinesgleichen. Es bringt im Jahr rund 240 Fertighäuser an den Bauherrn, setzt 75 Millionen Euro im Jahr um und lässt schon am Namen erkennen, dass das Selbstverständnis dementsprechend ist. Andere Unternehmen haben den Zusatz „Fertighaus“ längst aus ihrem Namen getilgt, denn es gab eine Zeit, als diese Bauart als minderwertig galt. Das ist lange her, aber Weiss blieb immer Fertighaus Weiss. Und Hans Volker Noller ist das Gesicht dieses ebenso erfolgreichen wie selbstbewussten Mittelständlers.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Geschäftsführer, seit vergangenem Jahr Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), kam in den achtziger Jahren im Grunde „vom nächsten Dorf“ zu Weiss, wie er erzählt. Damals war er noch Informationselektroniker und Weiss ein etabliertes, aber überschaubares Unternehmen. Seine Ehefrau Christel ist die Ururenkelin des Gründers Josef Weiss, ihr Vater führte den Betrieb. Als sein Schwiegervater damals fragte, ob er nicht ins Familienunternehmen kommen wolle, schlug Noller ein.

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