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Abstürze : Windows-Nutzer ärgern sich über fehlerhafte Updates

Das Windows-Logo Bild: AFP

Computerbesitzer sollen ihre Geräte regelmäßig aktualisieren. Blöd, wenn dann der Fehler erst auf den Rechner kommt - so wie jetzt geschehen bei Windows.

          Einer der besten Ratschläge von Computerexperten lautet: „Never change a running system“ – ändere nichts an deinem System, solange es gut funktioniert. Trotzdem sollten Computernutzer schon aus Sicherheitsgründen nicht auf sogenannte Updates verzichten. Dabei handelt es sich häufig um Programmcodes mit dem Ziel, Fehler in Betriebssystemen auszumerzen. Misslich wird es dann, wenn ausgerechnet solche Updates das System abstürzen lassen. Ein Problem, mit dem sich derzeit viele Nutzer von Microsofts Betriebssystem Windows herumschlagen müssen.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Microsofts Forum für Windows-Fragen beschreibt unter anderem Nutzer Dominik seinen Ärger. In der vergangenen Woche installierte er demnach ein Paket von zehn Updates, die der Softwarekonzern selbst als „wichtig“ charakterisiert hatte. Die Installation sei fehlerlos verlaufen; nach dem Hochfahren habe sich der PC jedoch in einer Bootschleife aufgehängt. Dem Nutzer blieb nur noch, zum Beweis seinen Computerbildschirm mit dem Handy zu fotografieren. Zwei Bilder zeigen den berüchtigten „Blue Screen of Death“, eine schwerwiegende Fehlermeldung.

          Fachleute gehen davon aus, dass unter anderem ein Update, das ein neues Währungssymbol für den Rubel nachliefert, für die Malaise verantwortlich ist. Es wird geraten, über die Systemsteuerung (Programme) sich die installierten Updates anzeigen zu lassen und vier Updates, falls vorhanden, zu deinstallieren. Es handelt sich um die Programme mit den Nummern KB2982791, KB2970228, KB2975719 und KB2975331. Microsoft hat dem Vernehmen nach inzwischen reagiert und die Updates zurückgezogen. Solche Pannen kommen freilich immer wieder mal vor. Im Oktober hatten die Amerikaner ein Update auf eine neue Version ihres Betriebssystems Windows RT zurückziehen müssen.

          Welch wichtige Rolle Updates grundsätzlich spielen, bekamen in diesem Jahr die Nutzer des langjährigen beliebten Betriebssystemen Windows XP zu spüren. Im April stellte Microsoft seine virtuelle Unterstützung für XP ein. Zwar können XP-Besitzer ihre Computer weiterhin betreiben, doch werden die Geräte anfälliger für Viren und Angriffe von Internetkriminellen. Antivirus-Aktualisierungen will Microsoft zwar noch bis 2015 zur Verfügung stellen, doch haben diese bei einem nicht mehr unterstützten Betriebssystem nur eine begrenzte Wirkung. Über kurz oder lang müssen Nutzer also umsteigen, wenn sie sich keinem Sicherheitsrisiko aussetzen wollen.

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