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Fast-Food-Kette : „Hans im Glück“ verliert 12 Filialen

  • -Aktualisiert am

Hans im Birkenwäldchen: So sehen die modernen Burger-Restaurants von „Hans im Glück“ aus. Bild: Facebook

Die Burger-Kette „Hans im Glück“ verliert auf einmal ein Viertel ihrer Restaurants. Ein Franchise-Nehmer trennt sich vom Mutterkonzern – er hat eigene Pläne für den Burger-Markt.

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          Hans tauscht und gibt, tauscht und gibt – bis er nichts mehr besitzt. Und trotzdem ist Hans am Schluss glücklich. So weit das Märchen der Brüder Grimm. Im wirklich Leben ist „Hans im Glück“ eine Fast-Food-Kette, die Millionen mit Burgern umsetzt, mit Filialen an den trendigen Ecken des Landes: Berlin, Hamburg, München.

          Glückliche Tage stehen dem Unternehmen nicht bevor, bald könnten es einige Millionen Euro weniger sein. Einer der größten Franchise-Nehmer von „Hans im Glück“, Patrick Junge, ist abgesprungen. Mit einem Schlag verliert die Kette zwölf von 43 Restaurants, vor allem im Norden Deutschlands.

          Wer den bestehenden Vertrag kündigte, ist nicht geklärt. Eine Sprecherin von „Hans im Glück“ sagt über die Gründe des Endes der Zusammenarbeit dem Handelsblatt, dass Franchise-Nehmer Junge mehrfach eigenmächtig die Produktpalette verändert und unrechtmäßig die Marke „Hans im Glück“ für Werbemaßnahmen benutzt habe. Immer wieder sei er abgemahnt worden, auch andere Franchise-Nehmer hätten sich über Junge beschwert.

          Doch der Verlust der Filialen ist nicht das einzige Problem für „Hans im Glück“. Der bisherige Franchise-Nehmer Junge beabsichtigt seine Burger-Restaurants weiterzuführen: nur unter anderem Namen und mit etwas anderen Produkten. So hätte die Fast-Food-Kette nicht nur etwa ein Viertel seiner Filialen weniger, sondern auch einen neuen Konkurrenten auf dem Burger-Markt.

          Anders als Burger King: Hans im Glück wurde vor allem für seine hochwertigen Hamburger bekannt.
          Anders als Burger King: Hans im Glück wurde vor allem für seine hochwertigen Hamburger bekannt. : Bild: dpa

          In den letzten Jahren sind in den deutschen Großstädten immer mehr Burger-Lokale eröffnet worden – zum Missfallen der Platzhirsche McDonald's und Burger King, die Umsatzeinbußen verzeichnen mussten. Im Gegensatz zu ihnen legen die neuen Restaurants wert auf optisch ansprechende Gerichte und auf einen individellen Charme in ihren Filialen. Auch sind die Produkte wesentlich teurer. Eines haben McDonald's und „Hans im Glück“ aber gemeinsam: streng genommen sind beide klassische Systemgastronomien, die an jedem ihrer Standorte die gleichen Pommes und die gleichen Burger servieren.

          Offenbar ist das Geschäft mit Premium-Burgern sehr profitabel. Pro Jahr sollen in einem „Hans-im-Glück“-Restaurant etwa 2,2 Millionen Euro umgesetzt werden. Neben etwa sieben Prozent Umsatzbeteiligung im Jahr muss ein Franchise-Nehmer 40.000 Euro Einstiegsgebühr an „Hans-im-Glück“ bezahlen.

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