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Facebook : Mark Zuckerberg: Die unautorisierte Version

Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg Bild: AFP

Dem Gründer von Facebook wird in dem Film „The Social Network“ kein schmeichelhaftes Denkmal gesetzt. Facebook hat erst mit Schulterzucken reagiert, kann dem Rummel um den Film aber nicht entgehen.

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          Frei erfunden oder nicht: Die Eröffnungsszene aus dem Film "The Social Network", in der Mark Zuckerberg von seiner Freundin abserviert wird, hat das Zeug dazu, das öffentliche Bild vom Gründer der Online-Gemeinde Facebook zu prägen. Ein Mädchen mit dem Namen Erica sagt zu ihm: "Du wirst erfolgreich und reich sein. Aber du wirst in dem Glauben durch das Leben gehen, dass Mädchen dich nicht mögen, weil du ein Streber bist. Und ich will dich wissen lassen, dass das nicht wahr sein wird. Es wird sein, weil du ein Arschloch bist."

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die pikante Szene steht in dem Drehbuch des Films, der am kommenden Freitag seine Premiere auf dem New Yorker Filmfestival feiern und eine Woche später in den amerikanischen Kinos anlaufen wird (Deutschland-Start ist der 7. Oktober). Der Film zeichnet ein wenig schmeichelhaftes Porträt von Zuckerberg aus den Anfangstagen von Facebook. Er kommt als skrupelloser und gleichzeitig von Minderwertigkeitskomplexen geplagter Egomane daher, der zum Internet-Wunderkind geworden ist, indem er andere übers Ohr gehauen hat. Der Film wurde in der Branche zunächst eher als Nischenproduktion gesehen, aber in den vergangenen Wochen hat sich der Rummel gewaltig erhöht, und die ersten Kritiken waren glänzend. Facebook hat "The Social Network" in der Öffentlichkeit lange Zeit weitgehend ignoriert und als "Fiktion" abgetan. Die sich abzeichnende Breitenwirkung des Films stellt das Unternehmen nun aber vor ein Imageproblem und sorgt für Druck, selbst in das Geschehen einzugreifen.

          Ein Ritterschlag für Facebook

          In gewisser Weise ist "The Social Network" ein Ritterschlag für Facebook. Es kommt nicht allzu oft vor, dass ein einzelnes Unternehmen zum Gegenstand einer mit Spannung erwarteten Hollywood-Produktion wird. Weitaus größeren und etablierteren Adressen aus der Technologiebranche wie etwa dem Internetkonzern Google blieb ein ähnliches filmisches Denkmal bislang verwehrt. "The Social Network" ist vor und hinter der Kamera hochkarätig besetzt: David Fincher ("Der seltsame Fall des Benjamin Button") führte Regie, das Drehbuch kam von Aaron Sorkin, der mit der Fernsehserie "The West Wing" bekannt geworden ist. Mark Zuckerberg wird vom aufstrebenden Jungschauspieler Jesse Eisenberg dargestellt, Popstar Justin Timberlake spielt Sean Parker, neben Zuckerberg einer der zentralen Architekten von Facebook.

          Es besteht kein Zweifel daran, dass Mark Zuckerberg eine äußerst erzählenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Er war gerade 19 Jahre alt und ging auf die Eliteuniversität Harvard, als er eine Online-Kommunikationsplattform für seine dortigen Studienkollegen ins Leben rief, aus der Facebook hervorging. Die Seite, deren Nutzer Profile anlegen, miteinander kommunizieren und Inhalte austauschen, hat sich in rasantem Tempo zu einem Massenphänomen entwickelt. Facebook hat heute mehr als 500 Millionen Mitglieder auf der Welt und ist für viele Menschen ein zentrales Instrument für die Kontaktpflege im sozialen wie auch im beruflichen Umfeld. Umsätze macht das Netzwerk mit Anzeigen auf seiner Seite, in diesem Jahr könnten es nach Schätzung des Marktforschungsinstituts Emarketer 1,3 Milliarden Dollar werden. Facebook ist noch nicht an der Börse, der Wert des Unternehmens wird aber auf einen zweistelligen Milliardenbetrag geschätzt. Zuckerberg ist heute 26 Jahre alt, und die Zeitschrift "Forbes" erklärte ihn in ihrer aktuellen Liste der Superreichen zum jüngsten Milliardär der Welt.

          Der Film blieb unautorisiert

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