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Zuckerberg-Rede : Facebook: Keine Einmischung in deutsche Wahlen registriert

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will dazu beitragen, die Integrität von Wahlen zu gewährleisten. Bild: AP

Im amerikanischen Wahlkampf wurden wohl von gefälschten Facebook-Konten mit Verbindung nach Russland politische Anzeigen geschaltet. Mark Zuckerberg hat Maßnahmen angekündigt, so etwas künftig zu verhindern.

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          Das soziale Netzwerk Facebook hat mit Blick auf die Bundestagswahlen in Deutschland keine ähnlichen Einmischungsversuche auf seiner Seite registriert wie in den Vereinigten Staaten. Das sagte Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg am Donnerstag in einer Videoübertragung auf Facebook. Die Ankündigung kam im Zusammenhang mit einer Kontroverse um politische Anzeigen, die offenbar während des Präsidentschaftswahlkampfs in Amerika von gefälschten Nutzerkonten mit einer Verbindung nach Russland geschaltet wurden.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Facebook hatte vor zwei Wochen mitgeteilt, insgesamt 3000 solcher Anzeigen gefunden zu haben. Zuckerberg kündigte jetzt eine Reihe von Schritten an, um „die Integrität von Wahlen“ zu gewährleisten, unter anderem in Deutschland. Facebook habe hier Tausende gefälschter Nutzerkonten entfernt, mit Behörden wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammengearbeitet und Sicherheitsmaßnahmen mit den hiesigen Kandidaten und Parteien ausgetauscht. Das Unternehmen untersuche die Aktivitäten auf den entfernten Konten, habe dabei aber bislang keine Versuche der Einmischung in die bevorstehenden Wahlen gefunden.

          Zuckerberg kündigte zudem an, die in Amerika gefundenen Anzeigen dem Kongress zur Verfügung zu stellen. Dagegen hatte sich das Unternehmen zunächst noch gewehrt, war dafür aber kritisiert worden. Zuckerberg sagte, es sei möglich, dass Facebook in Amerika weitere Anzeigen von gefälschten Konten mit Verbindung nach Russland finden werde.

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