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Facebook-Ausfall : Facepalm

  • -Aktualisiert am

Die Apps des Facebook-Konzerns Bild: Getty

Der Totalausfall ist für Facebook eine riesengroße Peinlichkeit – und noch viel mehr als das. Er kann dem Konzern langfristig schaden.

          1 Min.

          Für den Facebook-Konzern ist es eine riesengroße Peinlichkeit – „Facepalm“ heißt die dazugehörige Geste im Internetjargon. Sechs Stunden lagen Instagram, WhatsApp und Facebook lahm.

          Jede IT-Abteilung eines Mittelständler würde sich schämen, wenn sie ein so umfassendes Problem so lang nicht in den Griff bekäme. Und da sehen das nur die Kollegen. Das Facebook-Drama spielte sich auf den Smartphones der ganzen Welt ab.

          Welche Faktoren ins Gewicht fallen

          Zwar wird der Ausfall an sich wirtschaftlich zu verkraften sein, laut ersten Schätzungen dürften etwa 100 Millionen Dollar an Werbeumsatz verloren gegangen sein. Viel stärker ins Gewicht fallen andere Faktoren: Werbekunden fragen sich, wie abhängig sie sein können. Influencer, die Nutzer an die Plattformen binden, richten sich nach Stunden der Panik lieber heute als morgen TikTok- und YouTube-Konten ein.

          Ein Facepalm-Emoji von Apple
          Ein Facepalm-Emoji von Apple : Bild: Apple Emojis

          Und während die Folgen in Industrieländern verkraftbar waren, ist anderswo die gesamte Kommunikation zusammengebrochen. In vielen Entwicklungsländern geht ohne WhatsApp und Facebook nichts. Ob Bestellungen von Kunden oder Hilferufe von Menschen in Not.

          Was die Programmier in Menlo Park machen, ist existenziell für viele Menschen auf der ganzen Welt. Ein Argument gegen eine stärkere Regulierung, wie sie in Washington und Brüssel diskutiert wird, ist das sicher nicht.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

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