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Fabrik in Grünheide : Tesla legt noch eine Schippe drauf

  • -Aktualisiert am

Auf dem Baugelände der zukünftigen Tesla-Fabrik Bild: Matthias Lüdecke

Noch schneller, noch größer: Die Fabrik in Grünheide könnte auf bis zu 40.000 Mitarbeiter wachsen. Wenn das Landesumweltamt Tesla nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht.

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          Ganz sachte schiebt sich der Tieflader rückwärts zwischen die Betonpfeiler, die das Gerüst für die Lackiererei der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide bilden. Auf der Ladefläche liegt eine mehr als zehn Meter hohe Betonwand, in der schon ein Ausschnitt für ein Fenster ausgespart ist. Ebenso langsam, wie sich der Lastwagen mit der Wand vorarbeitet, rollt auf der anderen Seite der Pfeiler ein Kran mit. Nur noch wenige Minuten, dann wird er die Wand an der für sie vorgesehenen Stelle zwischen den Pfeilern einhängen. Und wieder ist ein Stück jener Fabrik fertig, die derzeit die Gemüter in Deutschland so sehr erhitzt wie kein anderes Bauprojekt.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Das Schritttempo der Lastwagen täuscht darüber hinweg, wie schnell es in Grünheide vorangeht. Erst im November vergangenen Jahres kündigte Tesla-Chef Elon Musk an, dass die erste Fabrik des amerikanischen Elektroautoherstellers in Europa in der Nähe von Berlin entstehen soll. Schon im Februar fiel der Kiefernwald für den ersten Bauabschnitt, seitdem geht es Schlag auf Schlag. Vergangene Woche war Richtfest, Musk flog dazu mit seinem Privatjet ein. Etwa 20 Prozent des Werks seien fertig, schätzt Evan Horetsky, der verantwortliche Ingenieur. Der Mann mit dem Holzfällerhemd und den dicken Bauarbeiterstiefeln hat zuvor die Tesla-Fabrik im chinesischen Schanghai hochgezogen. Elf Monate dauerte das. Jetzt ist er wild entschlossen, diesen Rekord noch zu drücken. Auf ein Datum will sich Horetsky nicht festlegen, aber im Lauf des ersten Halbjahrs 2021 soll „Giga Berlin“, wie die Fabrik zum Leidwesen der Brandenburger in der Tesla-Sprache heißt, stehen.

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