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F.A.Z. exklusiv : Sky beschwert sich über das Bundeskartellamt

Neue Regelung: Sollte Sky Bundesliga-Übertragungsrechte erwerben, ist der Sender künftig nicht mehr alleiniger Anbieter von Live-Bildern. Bild: Picture-Alliance

Nach F.A.Z.-Informationen hat der Bezahlsender Sky beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde über das Auktions-„Design“ der Bundesligarechte eingereicht.

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          Sky Deutschland liegt mit dem Bundeskartellamt über Kreuz. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat der Bezahlsender Beschwerde beim Oberlandesgericht in Düsseldorf eingereicht, weil er mit der Abgrenzung der relevanten Märkte für Fußballübertragungen im Fernsehen und Internet nicht einverstanden ist.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Ein Sprecher von Sky bestätigte die formelle Beschwerde. Es gehe um künftige Ausschreibungen von Medienrechten. Auf die Auktion der Bundesligarechte, die an diesem Donnerstag beendet sein soll, wird die Beschwerde keinen Einfluss mehr haben. Aber am „Design“ dieser Auktion übt Sky offenkundig Kritik.

          Einzelner Sender darf nicht mehr alle Spiele übertragen

          Die Bonner Wettbewerbsbehörde hatte monatelang mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) über das Vermarktungsmodell der nationalen Bundesliga-Medienrechte verhandelt. Es sieht vor, dass nicht mehr ein einzelner Sender alle Spiele der Ersten und Zweiten Bundesliga live zeigen darf. Auch wie die Spiele über alle Verbreitungswege – Satellit, Kabel, Internet, Mobile, Terrestrik – ausgestrahlt werden und dass Rechteinhaber mindestens drei dieser Verbreitungswege anbieten müssen, schrieb das Kartellamt der DFL vor.

          Nach Einschätzung von Sky hat die Behörde Annahmen getroffen, die am Ende dazu führen könnten, dass zum Beispiel die zeitnahe Verwertung im frei empfangbaren Fernsehen, etwa durch die ARD „Sportschau“, nicht in Konkurrenz zur Live-Berichterstattung im Bezahlfernsehen steht.

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