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F.A.Z. exklusiv : Kartellamt: Bahn benachteiligt Konkurrenten

  • Aktualisiert am

Wettbewerbsverdacht beim Fahrkartenverkauf Bild: dpa

Die Deutsche Bahn erschwert den Fahrkartenverkauf ihrer Konkurrenten. Das Kartellamt hat diesen Verdacht gegenüber der F.A.Z. bestätigt.

          1 Min.

          Das Bundeskartellamt sieht seinen Verdacht bestätigt, dass die Deutschen Bahn ihre Konkurrenten beim Fahrkartenverkauf benachteiligt. Die Wettbewerbsbehörde beanstande in einem Zwischenbescheid, dass die Bahn für den Verkauf von Tickets ihrer Wettbewerber eine weit höhere Vergütung verlange als sie umgekehrt für den Vertrieb von DB-Fahrkarten bezahlt, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Freitagsausgabe.

          Eine gewisse Spreizung sei hinzunehmen, schreibt die Beschlussabteilung des Kartellamts. Die derzeit „praktizierte Differenzierung der Provisionssätze“ sei aber als Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht zu werten.

          Das vom Kartellamt ebenfalls beanstandete Verbot, fremde Fahrscheine in den von der DB AG im Bahnhof vermieteten Shops zu verkaufen, sei schon zum Teil aufgehoben worden, schreibt das Blatt.

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          Das Kartellamt hat vor gut zwei Jahren den Fahrkartenverkauf der Bahn ins Visier genommen. Dabei gingen die Wettbewerbshüter auch der Frage nach, warum Konkurrenten der Bahn ihre Fahrkarten nicht an den Bahnhöfen verkaufen können. Der Verband Mofair, der mehrere Konkurrenten der Bahn vertritt, hatte sich beim Kartellamt mehrfach über die Bahn beschwert.

          Inzwischen habe die Bahn Zusagen für Änderungen gemacht, hieß es vom Kartellamt. Diese Zusagen und Stellungnahmen der Wettbewerber würden jetzt geprüft.

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