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F.A.Z. exklusiv : China elektrisiert Schaeffler

In diesem Elektroauto steckt ein Radnabenantrieb von Schaeffler. Bild: Schaeffler

Alle fürchten sich vor der Elektromobilität – nur Schaeffler nicht? Der fränkische Zulieferer baut E-Achsen für chinesische Stromautos und verspricht sogar höhere Beschäftigung.

          Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will vom Boom der Elektromobilität in China profitieren. Für einen chinesischen Autohersteller baut das fränkische Unternehmen den kompletten elektrischen Antrieb, der an der Achse des Autos sitzt. Es verspricht ein großes Geschäft zu werden, wie der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte. „Bei uns laufen derzeit mehr als 20 Kundenprojekte für unterschiedliche Fahrzeuge. Für unsere E-Achsen haben wir aktuell vier Serienaufträge.“

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Zwei dieser Serienaufträge stammen von chinesischen Autoherstellern. Die Franken wollen Rosenfeld zufolge ihr Systemverständnis in die Elektromobilität einbringen: „Das gilt insbesondere für den chinesischen Markt, der großes Potenzial bietet. Hier reden wir von einem vierstelligen Wertanteil pro Fahrzeug.“

          Der Schaeffler-Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld sieht in Hybrid-Fahrzeugen eine große Chance für sein Unternehmen.

          Dass die Elektromobilität bei einem mechanisch geprägten Unternehmen wie Schaeffler zu Geschäftseinbußen führen wird, weil etliche Komponenten der heutigen Benzin- und Dieselmotoren wegfallen, bestritt Rosenfeld.

          In Zukunft sollen die Hybridautos, die von einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, Zusatzerlöse bescheren: „Der Hybrid ist für uns eine große Chance. Mit der Kombination von Mechanik, Elektromotoren und Elektronik steigern wir unseren Wertanteil im Fahrzeug. Und damit steigt auch die Beschäftigung in den Schaeffler-Werken.“

          Für Schaeffler arbeiten rund 86.000 Mitarbeiter an 170 Standorten in mehr als 50 Ländern. Sie erwirtschafteten zuletzt Erlöse von 13,3 Milliarden Euro.

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