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Verlagsgruppe macht Gewinn : Der F.A.Z. gelingt die Ertragswende

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Frankfurter Allgemeine Woche ab Frühjahr

Die Fixierung der Branche auf die gestützten Auflagen von Zeitungen ist auch aus anderen Gründen fragwürdig. Denn Zeitungen werden schon seit Jahren nicht ausschließlich auf Papier gelesen, sondern immer häufiger in digitaler Form. Die F.A.Z. und die F.A.S. lesen inzwischen mehr als 56.000 Leser als E-Paper. Damit ist die F.A.Z. eine der erfolgreichsten digitalen Zeitungen in Deutschland.

Die Digitalisierungsquote, der E-Paper-Anteil am Gesamtverkauf, liegt bei der F.A.Z. bei 12 Prozent und bei der „Süddeutschen Zeitung“ bei 10 Prozent. Mit einem Anteil von mittlerweile 11 Prozent digitaler Umsätze am Gesamtumsatz braucht die F.A.Z. auch einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen; bei der „New York Times“ liegt dieser Anteil bei 22 Prozent. Außerdem hat die F.A.Z. auch im frei zugänglichen Internet viele treue Leser. Wie die Nutzerdaten von IVW zeigen, ist die Zahl der FAZ.net-Leser zwischen 2014 und 2015 um fast 50 Prozent auf 7,31 Millionen User im Monat gestiegen. Im Januar 2016 zählte FAZ.net 54,1 Millionen Visits (zum Vergleich: Süddeutsche.de hatte 55,5 Millionen).

Schon bald wird es ein neues Angebot von der F.A.Z auf Papier geben. Mit dem Titel Frankfurter Allgemeine Woche kommt in diesem Frühjahr ein kompaktes Wochenmagazin auf den Markt. Für die Woche wird ein junges Team aus F.A.Z.-Redakteuren vor allem für jüngere Leserinnen und Leser die wichtigsten Themen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Wissen erklären, einordnen und kommentieren. Die Frankfurter Allgemeine Woche eignet sich besonders gut als Ergänzung zum digitalen Nachrichtenstrom, durch die Konzentration auf das Wesentliche wird sie eine gute Orientierung in der Informationsflut geben.

Neue digitale Produkte kommen gut an

Die neuen digitalen Produkte der F.A.Z. kommen bei den Lesern gut an. „Der Tag“, ein Überblick über die wichtigsten Meldungen des Tages in Form einer App für Smartphones von der F.A.Z., wurde bereits von mehr als 195.000 Lesern heruntergeladen.

Die neue digitale Ausgabe dieser Zeitung, ein E-Paper mit dem Namen „F.A.Z. Plus“, wurde in den ersten Wochen nach Markteinführung mehr als 37.000 Mal heruntergeladen, rund 3000 Leser haben „F.A.Z. Plus“ schon abonniert. In „F.A.Z. Plus“ finden sich alle Artikel der gedruckten Zeitung, dargestellt in einem völlig neuen Layout, mit opulenter Optik, zusätzlichen Bildern, Grafiken und Videos.

Auch die „Frankfurter Neue Presse“, die von der Frankfurter Societät, einer Schwestergesellschaft der F.A.Z., herausgegebene Regionalzeitung, verdient Geld. Die „Frankfurter Rundschau“, eine gemeinsame Tochtergesellschaft, macht ebenfalls einen kleinen Gewinn. In den Aufsichtsgremien der Frankfurter Allgemeinen gab es personelle Veränderungen. Die Hamburger Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf wurde in den Aufsichtsrat der F.A.Z. GmbH gewählt, und Marija Korsch, ehemalige Partnerin des Bankhauses Metzler, wurde in das Kuratorium der FAZIT-Stiftung gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH berufen.

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