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F.A.S. Exklusiv : Siemens-Chef sagt Bremsern im Konzern den Kampf an

  • -Aktualisiert am

Siemens-Chef Joe Kaeser Bild: Reuters

Eine Lehmschicht, so Joe Kaeser, bedecke Siemens. Der Konzern-Chef kündigt an, den Umbau im Unternehmen fortzusetzen. Und Widerstände zu brechen.

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          Siemens-Chef Joe Kaeser hat Bremsern im Konzern den Kampf angesagt. „Wenn nötig, werden wir den Widerstand brechen“, kündigte er in der F.A.S. an. Demnach hat der Siemens-Chef bei einem Auftritt in San Francisco von einer „Lehmschicht“ im Konzern gesprochen, um den internen Widerstand gegen den von ihm angestoßenen Umbau zu illustrieren. Dieses Wort hatte einst sein Vorgänger Peter Löscher für das mittlere Management geprägt, und war daraufhin scharf kritisiert worden.

          Im Moment gärt es im Siemens-Konzern, da der Vorstand mehr als 13.000 Stellen weltweit abbaut – dagegen mobilisiert die IG Metall. Den Protest der Gewerkschafter kritisiert Kaeser als doppelzüngig:  „Im Aufsichtsrat stimmen sie der Strategie zu, fordern öffentlich den Abbau der Bürokratie, obwohl natürlich klar ist, dass auch Bürokratieabbau Gesichter hat, also Stellen wegfallen.“  Der Anteil der Stellen in Deutschland werde weiter sinken, bekräftigte Kaeser, „schon rein rechnerisch.“ Mehr als 33.000 Leute hat der Konzern voriges Jahr eingestellt, vornehmlich dort, wo das Geschäft floriert: „Was in der Öffentlichkeit ankommt, sind die Stellen, die in Deutschland in bestimmten Bereichen gestrichen werden. Dabei bauen wir in Wachstumsfeldern deutlich Stellen auf – auch in Deutschland.“

          „Ich bin ein 49er“

          Der Siemens-Chef kündigte in der F.A.S. an, dass sich der Konzern einen neuen Slogan zulegt: „Ingenuity for life“ soll der heißen. Die Wortschöpfung bringe alles zusammen, was Siemens heute ausmacht, betonte Kaeser: „In zehn Jahren haben wir 50 Prozent des Geschäfts ausgetauscht.“ 

          Im Gespräch mit der F.A.S. offenbarte sich der Siemens-Chef zudem als Fan des American Football. „Ich bin ein 49er“, sagte Kaeser. Dem Club aus San Francisco hält er die Treue seit seiner Zeit im Silicon Valley. Der Siemens-Chef hatte fünf Jahre dort gelebt, bis er 1999 in die Siemens-Zentrale gerufen wurde. Sein Haus in Kalifornien habe er damals „mit Gewinn verkauft“, sagte er der F.A.S.. Die seinerzeit zum Kurs von fünf Dollar erworbenen Apple-Aktien ebenso: „Die hätte ich behalten sollen“, sagte Kaeser. Heute steht die Aktie jenseits der 100 Dollar.

          Am Donnerstag (12.November) legt der Siemens-Chef die Bilanz für das Geschäftsjahr 2014/15 vor. Zu den Zahlen wollte er sich in der F.A.S. nicht äußern, nur soviel: „Wir sind so ziemlich die einzigen in unserer Peer Group, die ihre Jahresprognose nicht zurück genommen haben“, betonte Kaeser.

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